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Die letzten Deutschen?
Ich wurde wach vom Ruf des Muezzins, der über Lautsprecher von der benachbarten Moschee in mein Ohr drang. Ich hatte mich längst daran gewöhnt. Früher war sie mal eine Kirche gewesen, aber sie war schon vor vielen Jahren zur Moschee umgebaut worden, nachdem es der islamischen Gemeinde in unserer Stadt, in ihrer alten Moschee zu eng wurde. Die wenigen verbliebenen Christen hatten keinen Einspruch gewagt. Unser türkischer Bürgermeister, Mohamad meinte, es sei längst an der Zeit, der einzig wahren Religion mehr Platz zu schaffen. Die wenigen Deutschen die noch in unserer Gegend wohnen, schicken ihre Kinder alle in die Koranschule, damit sie es leichter haben sich zu integrieren. In den Schulen wird in türkisch und arabisch unterrichtet, je nach der Mehrheit. Die wenigen deutschen Kinder müssen sich eben anpassen. Kinder haben ja wenig Mühe mit dem Erlernen von Fremdsprachen. Ulf, unser 14 jähriger Sohn, spricht zu Hause meist gebrochen deutsch, fällt aber immer wieder ins arabische. Ulf ist der einzige Jugendliche mit deutschen Eltern in seiner Klasse. Er versucht sich so gut er kann anzupassen. Ich will die Nachrichten im Radio einschalten, finde aber erst nach langem suchen einen deutschsprachigen Sender. Seit die Frequenzen nach dem Bevölkerungsanteil vergeben werden, müssen wir uns eben umstellen. Der Sprecher sagt, dass auf Druck der fundamentalistischen "Partei der einzig richtigen Religion" im Bundestag ein Kopftuchzwang für alle Frauen eingeführt werden soll. Meine Frau trägt auch eins, um weniger aufzufallen. Sie wird jetzt nicht mehr sofort als Deutsche erkannt und freundlicher behandelt. Ich sehe aus dem Fenster auf die Strasse. Die Barrikaden sind noch nicht weggeräumt und rauchen noch. Aber die Müllabfuhr ist schon beim Aufräumen. Gestern hatten sich arabische und palästinensische Jugendliche in unserer Strasse eine Schlacht geliefert - oder waren es türkische und kurdische? Unsere Fensterscheiben sind diesesmal heil geblieben. Meine Frau hat wieder Arbeit gefunden, in einem türkischen Restaurant, als Aushilfe. Da Ausländer bei der Arbeitsvergabe vorrangig behandelt werden, ist das ein grosses Glück. Ich muss nicht mehr zum Arbeitsamt, mein Berater, Achmet sagt, ich sei als Deutscher nicht mehr vermittelbar und hat mir einen Sprachkurs in Aussicht gestellt. Ich habe natürlich zugestimmt, so eine Chance bekommt man nicht alle Tage. Mein Vermieter, Abdula, erwähnte gestern, dass er die Wohnung einem seiner Brüder und dessen Familie versprochen habe und wir sollten uns schon mal nach etwas anderem umsehen. Auf meinen Einspruch meinte er nur, er habe gute Beziehungen zu den örtlichen Behörden. Nun müssen wir also raus, aber besonders schwer fällt uns der Abschied aus unserer Stadt nicht. Wahrscheinlich werden wir, wie viele unserer alten Bekannten und Nachbarn, in die anatolische Steppe auswandern. Die türkische Regierung hat dort allen deutschsprachigen grosszügigerweise ein Stück Land angeboten. Es ist eine Art Kolonie für uns. Wir wären dort unter uns und könnten unsere Sprache und Kultur wieder pflegen. Diese Idee beschäftigt uns schon lange und gibt uns wieder Hoffnung.
- Klaus Wedelich -
Wie hat sich der Buddhismus entwickelt
Der Buddhismus predigt Geduld. Das ist seine Stärke. Aber meditieren allein bringt keine Veränderung mehr. Ich werde nun die Prinzipien des rund 2000 Jahre alten Buddhismus auf den Kopf stellen. Der Buddhismus verbietet den Diebstahl. Wenn aber einige Thai-Chinesen auf dem Rücken der Armen Wohlstand sammeln, dann ist das schlimmer als Diebstahl. Eine Aussage, wie ihn auch ein katholischer Befreiungstheologe hätte sagen können. Viele der weltweit 350 Millionen Buddhisten zucken vor solchen Thesen zurück. Besonders in Thailand sind da andere Sitten tonangebend. Denn je reicher die Kunstförderer, umso prunkvoller sehen die Pagoden aus. Je mehr Geld in die Tempelkasse fließt, um so goldener erscheinen viele der Klöster. Der sogenannte engagierte Buddhismus hat angesichts des tibetischen Widerstands gegen die Zentralregierung in Peking und der „Safran-Rebellion“ in Birma im Herbst vorigen Jahres an Bedeutung gewonnen. Es reicht nicht mehr zu predigen. Mönche müssen handeln, um die Gesellschaft zu verbessern, das Böse zu beseitigen. Die Mönchsbewegung in Birma, begründet den Aufstand so. Wir haben mit den Menschen gelitten und eingesehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Die „Bikkhus“ – wörtlich übersetzt: Bettler, versuchen, das Leiden nicht mehr zu überwinden, indem sie sich per Meditation von der Welt distanzieren und Erfüllung im Spirituellen suchen. Sie verlassen die Klöster, arbeiten in Reisfeldern, leben unter ihren Mitbürgern und geraten so ganz schnell auch einmal in Tränengasschwaden von Sicherheitskräften. Die Bewegung scheint so viel Fahrt aufgenommen zu haben, dass selbst die kommunistische Regierung Vietnams versucht, den engagierten Buddhismus für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Ein Mönch, der kämpfen will, muss seine Robe ablegen. Wir müssen die Rezepte Buddhas auf moderne Art interpretieren. Aktivistische Mönche sind in der Geschichte des Buddhismus nichts Neues. In den 30er Jahren führte der Bikkhu Saya San eine Bauernrevolte in Birma an. Die britischen Kolonialherren benötigten 12000 Soldaten, um den Aufstand niederzuschlagen und richteten den Mönch dann am Galgen hin. Babasaheb Ambedkar, Vorkämpfer von Indiens Dalits, den Unberührbaren, war auch ein Buddhist. Aber die Gewaltlosigkeit, die der Buddhismus predigt und die von den Vorkämpfern des engagierten Buddhismus strikt befolgt wird, wurde nicht immer respektiert. So manchem Mönch indes reißt inzwischen der Geduldsfaden. Er ist ja auch nur ein Mensch oder?
- Klaus Wedelich -
Ostern
Ich wünsche allen Lesern und Besuchern der Website: www-nachrichten.com ein friedliches und schönes Osterfest. Ich möchte Sie mit einem Live-Bericht an meinen Eindrücken und Erlebnissen meiner Osterfeiertage teilhaben lassen. Ich sehe zum Himmel, tief blau, die Sonne brennt erbarmungslos und treibt das Thermometer auf 36 Grad Celcius im Schatten. Eine leichter Wind bewirkt und gibt mir das Gefühl, die natürliche Klimaanlage funktioniert. Das Meer ist spiegelglatt und türkis und so ich ziehe genüsslich an meiner dicken Zigarre. Ja so eine fat lady zu rauchen dauert seine Zeit und so versüsse ich mir mein Leben mit einem kühlen Leo Bier und denke an die gute Seele Walter der mir diese Zigarre geschenkt hat. Man gönnt sich ja sonst nichts . . .
- Klaus Wedelich -
Warum gibt es die Fasnacht?
Viele Menschen freuen sich heute schon auf die Fasnachtstage. Dann können sie sich verkleiden und so richtig auf den Straßen austoben und Dinge tun die sonst nie möglich wären. Aber weshalb wird jedes Jahr irgendwann zwischen Weihnachten und Ostern die Fasnacht gefeiert? Dieser Brauch stammt aus dem christlichen Kalender. Fastnacht ist die Nacht vor dem vierzigtägigen Fasten, mit dem sich die Katholiken auf das Osterfest vorbereiten. Da in der Fastenzeit nicht gehandelt werden durfte, musste zuvor alles bezahlt und geregelt werden. Das waren im Mittelalter oft Schweine, Hühner, Speck, Eier und im Fett gebackenes. Diese leckeren Sachen durften in der Fastenzeit aber nicht mehr verzehrt werden. Natürlich wollte man auch nichts wegwerfen. Kühlschränke und Gefriertruhen gab es noch nicht zu dieser Zeit. Deshalb wurde vor dem großen Fasten noch einmal kräftig zugelangt und richtig gefeiert. Wettkämpfe und Theateraufführungen kamen dazu. Die Menschen wollten sich vor der langen Fastenzeit noch einmal richtig austoben. Später wurden dann Maskenfeste veranstaltet und dabei Kostüme getragen. Der Spass am Verkleiden hat sich bis heute gehalten. Viele Menschen machen heute zwar bei der Fasnacht mit, das Fasten ist aber nicht mehr so beliebt oder hat keinen grossen Stellenwert mehr.
- Klaus Wedelich -
Senioren wandern in Schwellenländer aus
Die Furcht vor Altersarmut nimmt zu. Wirtschaftsfachleute und Politiker sind sich seit Jahren einig. Deutsche Senioren haben nie zuvor über so viel Vermögen verfügt wie die heutige Generation der Ruheständler. Und das ist der Hauptgrund, warum immer mehr Unternehmen die über 50-Jährigen als wichtigen Markt entdecken. Doch der vermeintliche Trend vom Wohlstand bis zum Ende wird spätestens in der kommenden Rentnergenerationen ändern. Etliche Untersuchungen zeigen inzwischen: Der Mehrheit der Deutschen droht eine Altersarmut, sofern sie nicht auch privat für den Ruhestand vorsorgen. Nach einer Studie wird selbst der deutsche Durchschnittsverdiener im Rentenalter nur noch knapp an der Bedürftigkeitsgrenze vorbeikommen. Mit 960 Euro Monatsrente nach aktueller Kaufkraft dürfte dann ein heute 40-Jähriger ganze 60 Euro über der künftigen Armutsgrenze liegen. Ohne zusätzliche Altersvorsorge besteht für einen grossen Teil der Bevölkerung die Gefahr der Altersarmut. Bereits heute steigt die Zahl der Rentner, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben Ende 2006 rund 682 000 Menschen in Deutschland in Anspruch genommen. Das waren gut acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Anfang 2003 eingeführte Grundsicherung sichert den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt. Im Schnitt erhielten die Empfänger monatlich 381 Euro. Alternativ bleibt also nur noch das Auswandern. Angesichts dieser Situation bieten einige Unternehmen in erster Linie Deutschen, Schweizern und Österreichern Ruhesitze in Schwellenländern an. Derzeit beliebtestes Auswanderungsziel ist Thailand. Das exotische Thailand ist für Senioren als Alterssitz zunehmend attraktiv geworden. Die Überlegung, als Pensionär in ein Land mit günstigeren Lebenshaltungskosten auszuwandern, ist nicht so neu. Schon in den siebziger Jahren, als sich viele Europäer auf den damals noch preiswerten Inseln Mallorca oder Teneriffa zur Ruhe setzten, gingen japanische Rentner in asiatische Nachbarländer, weil die Lebenshaltungskosten dort niedriger waren als im Inselreich. Japan wie Deutschland haben das gleiche Problem, immer weniger Erwerbstätige finanzieren mit ihren Beiträgen immer mehr Rentner. Doch in den vergangenen Jahren ist auch in der Toskana, auf den Kanarischen Inseln und den Balearen das Leben teurer geworden. Nicht nur die gebürtigen Mallorquiner, auch die ca. 29 000 Mallorca-Deutschen, die ständig auf der Insel leben, haben immer häufiger Geldsorgen. Kosteten vor zehn Jahren eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen umgerechnet 80 Cent, so sind es heute 3,50 Euro. Schwellenländer sind kein Tabu mehr. Deshalb scheint der Gedanke, seinen Lebensabend in einem asiatischen Schwellenland zu verbringen, auch bei uns immer beliebter zu werden. Eine der Hauptsorgen älterer Menschen ist die Frage nach medizinischer Versorgung. Tatsache ist, die medizinische Versorgung in Thailand ist sehr gut. Es gibt in Bangkok die besten Krankenhäuser der Welt und die Ärzte sprechen Englisch. Man wird schnell und gut behandelt. Sicher bedeutet der Beginn eines neuen Lebensabschnitts in einem asiatischen Land manche Umstellung. Manchen macht die Hitze zu schaffen, anderen auch die andere Lebensweise der Thailänder. Das fehlende Zeitgefühl der Thais ist für viele schon sehr gewöhnungsbedürftig. Ansonsten wird man wenig vermissen. Denn in der Ruhe liegt auch die Kraft. Viele der Residenzen bieten europäische Küche, soweit man nicht selber kocht. Lebensmittel auf dem Markt sind bis zu sechsmal billiger als in unseren Supermärkten. Entsprechend ausgebildet sind Infrastruktur und Verkehrswege. Also bis dann . . .
- Klaus Wedelich -
Nettolöhne so niedrig wie vor 20 Jahren
Steuern auf Rekordniveau, steigende Inflation. Arbeitnehmer hatten in Deutschland 2006 netto so wenig in der Tasche wie zuletzt 1986. Dabei gerieten die Löhne von vielen Seiten unter Druck. Der so genannte Nettorealverdienst, also nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen sowie unter Berücksichtigung der Inflation, ist im Jahr 2006 mit 15.845 Euro etwa auf dem Niveau von 1986 gewesen (15.785 Euro). Die Zahlen berufen sich dabei auf eine neue Statistik des Bundesarbeitsministeriums. Die Gesamtabzüge vom Bruttolohn hätten demnach im vergangenen Jahr auf Rekordniveau gelegen. Im Schnitt habe ein Arbeitnehmer 9291 Euro an Lohnsteuer und Sozialbeiträgen gezahlt. Das ist so viel wie noch nie zuvor. 1986 hätten die Abzüge noch bei 5607 Euro gelegen. Sie sind also um fast 66 Prozent gestiegen. Die Bruttolöhne sind im gleichen Zeitraum dagegen nur um 48 Prozent von 22.333 Euro auf 33.105 Euro im Jahr gestiegen. Wegen der Inflation bleibe den Arbeitnehmern trotz steigender Bruttolöhne weniger übrig. So hätten die Löhne in den vergangenen fünf Jahren um 4,1 Prozent zugelegt, die Preise sind dagegen um 7,1 Prozent gestiegen. Die Nettorealeinkommen sinken, weil sie von vielen Seiten unter Druck greaten. Die Bruttolöhne sind vergleichsweise so gering gestiegen, weil die Unternehmen Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld abgebaut haben. Dazu kommen steigende Preise, höhere Sozialabgaben und Steuern.
- Klaus Wedelich -
Luciano Pavarotti - Tausende erweisen ihm die letzte Ehre
Italien und die Welt nimmt Abschied von Luciano Pavarotti. Tausende von Menschen versammelten sich am Freitag vor der Kathedrale in Modena um dem Star-Tenor die letzte Ehre zu erweisen. Am Donnerstag war Pavarotti in einem weißen Sarg in die Kathedrale gebracht und aufgebahrt worden. Bis Samstag hatten Freunde, Familienangehörige und Fans des Opernstars noch die Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden. Anschließend fand die Trauerfeier statt, zu der Gäste aus aller Welt kamen. Luciano Pavarotti war am Donnerstagmorgen im Alter von 71 Jahren an den Folgen seines Krebsleidens gestorben. Weggefährten und Fans zeigten sich tief betroffen vom Tod des Sängers. Placido Domingo, der gemeinsam mit Luciano Pavarotti und José Carreras als "Die drei Tenöre" auf der Bühne stand, wird mit den Worten zitiert: "Ich habe immer seine göttliche Stimme bewundert und auch seinen Sinn für Humor." Bei ihren Konzerten mit Carreras hätte er manchmal fast vergessen, "dass wir vor einem zahlenden Publikum auftraten, so viel Spaß haben wir dabei gehabt", so Domingo. Elton John sagte, der Tod Pavarottis sei ein "trauriger Tag für die Musik und ein trauriger Tag für die Welt". Auch José Carreras reagierte mit tiefer Trauer auf die Nachricht aus Italien. "Dass dieser Tod nicht unerwartet kam, macht ihn nicht weniger schmerzhaft", so der Spanier. Vor einem Jahr hatte sich Luciano Pavarotti in New York Operation unterzogen, nachdem bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden war. Nach dem operativen Eingriff zog sich Pavarotti mit seiner Frau Nicoletta Mantovani und der gemeinsamen Tochter Alice in seiner Heimatstadt Modena zurück und trat nicht mehr öffentlich auf. Richtig erholt hat er sich nie. Noch im August wurde der 71-Jährige ins Krankenhaus eingewiesen, weil sich seine Atemprobleme verschlimmert hatten. Luciano Pavarotti hinterlässt eine nicht mehr ausfüllbare Lücke bei allen Fans großer italienischer und klassischer Musik.
- Klaus Wedelich -
Telefonkosten - Handygespräche werden billiger
Handy-Telefonate im Ausland werden EU-weit billiger. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und das Europaparlament erzielten nach zähen Verhandlungen in Brüssel den Durchbruch beim so genannten Roaming. Für abgehende Gespräche im EU-Ausland sollen Handy-Kunden in der Regel nur noch maximal 49 Cent pro Minute zahlen, für angenommene Gespräche maximal 24 Cent. Wer im Ausland mit dem Handy telefoniert, zahlt schnell bis zu drei Euro pro Minute. Auch das Verschicken von Fotos ist teuer. Schuld daran sind die so genannten Roaming-Gebühren, die Mobilfunkfirmen verlangen, wenn sich ein ausländisches Handy in ihr Netz einwählt. Jährlich kassieren die Mobilfunkbetreiber so fünf Milliarden Euro von Geschäftsleuten und Touristen. Im Ausland zahlt selbst, wer angerufen wird. In Europa sind das je nach Anbieter bis zu 69 Cent pro Minute. Zwar haben manche Anbieter Gebühren für das Roaming auf Druck der EU gesenkt, das ging Brüssel aber nicht weit genug. Für abgehende Gespräche im EU-Ausland sollen Handy-Kunden künftig in der Regel nur noch maximal 49 Cent pro Minute zahlen, für angenommene Gespräche maximal 24 Cent. In den drei Jahren nach Inkrafttreten soll das Telefonieren im EU-Ausland sogar noch billiger werden. Im zweiten Jahr sollen abgehende Gespräche maximal 46 Euro kosten, im dritten Jahr nur noch 43 Cent. Für angenommene Telefonate sinken die Obergrenzen im gleichen Zeitraum auf 22 und dann 19 Cent pro Minute, wobei jeweils noch die Mehrwertsteuer dazukommt. Bis die neuen Regeln in Kraft treten, müssen sich Verbraucher weiter durch den Tarifdschungel quälen. Im Ausland wählt sich das Handy automatisch in das stärkste Netz der Partner von T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 ein. Das ist jedoch nicht immer das günstigste. Die manuelle Einwahl in ein anderes Netz kann sich daher lohnen. Viele Betreiber bieten günstige Pauschaltarife an und manche haben die EU Richtlinie auch schon umgesetzt. Zudem sind Urlaubsgrüße per SMS meist günstiger als Telefonate. Dagegen kosten verschickte Fotos schnell mehr als zwei Euro. Besonders teuer wird es, wenn die Mailbox im Ausland eingeschaltet bleibt. Der Angerufene zahlt dann für die Verbindung ins Reiseland, zurück zum Anrufbeantworter nach Deutschland und nochmal für das Abhören der Nachricht.
- Klaus Wedelich -
Sonne und Anerkennung für den Dalai Lama
Tausende Menschen haben dem Dalai Lama in Freiburg zugejubelt. Er begeistert die Menschen weltweit. In seiner Ansprache sagte der Dalai Lama, dass Nationen, Rassen, soziale Schichten und auch Religionen für ihn zweitrangig sind. Wichtig ist, dass wir alle Menschen sind. Auf diesen Augenblick haben alle gewartet. Der Dalai Lama betrat den Rathausbalkon, faltete die Hände und verneigte sich. Genau in diesem Augenblick zeigte sich die Sonne über Freiburg. Die Menschen jubelten dem 72-Jährigen Gast aus Tibet begeistert zu. Der Botschafter des Friedens erwiederte den herzlichen Empfang mit einem Lächeln und winkte den Menschen zu. Als bedeutensten Vertreter einer der grössten Weltreligionen erinnerte er auch an die Unterdrückung seines Volkes durch China und sprach von seiner Hoffnung auf einen friedlichen Wandel. Den früheren Dompfarrer Erich Wittner hielt es nicht davon ab seine These zu verbreiten, dass der Dalai Lama aufgrund seiner Freundlichkeit und seines Humors als Person wirke. Einen Aufschwung des Buddhismus in Deutschland kann der Vertreter der katholischen Kirche jedoch nicht feststellen. Obwohl die Umfragewerte eine andere Sprache sprechen. Da fragen sich doch einige, ist das mangelnde Toleranz, Weltfremdheit oder gar Neid? Widersprüchliches findet Wittener auch in der Lehre des Buddhismus. Der Dalai Lama beteuere immer so sehr die Menschlichkeit, aber nach seinem Glauben können Menschen weiss Gott wie weit runtersacken. Er spielte damit auf den Glauben der Wiedergeburt an. Wen wundert es noch, wenn die Kirchen leer sind und nur noch eine handvoll alte Menschen solchen Thesen folgen können und wollen. Wer solche Thesen verbreitet hat eigentlich nichts verstanden und kann seine Anhänger nur durch Zwangsrekrutierung gewinnen. Aber mit seinem Humor sorgte der Dalai Lama immer wieder selbst dafür, dass keine schwerfällige Stimmung aufkam. Zehntausend Menschen dankten ihm dies durch ihre Anwesenheit bei seinem Vortrag in der Rothaus Arena. Der Nobelpreisträger von 1989 hob die Bedeutung der inneren Werte wie Mitgefühl, Toleranz und Vergebung hervor. Nicht die Religion ist der Ausgangspunkt dieser Wertvermittlung, sondern die Natur, durch Zuneigung der Mutter zu ihrem Neugeborenen. Die Religionen kommen erst später als Wertevermittler hinzu. Der Dalai Lama forderte dazu auf, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und ihnen Zuneigung zuteil werden zu lassen. Diese positive Atmosphäre strahle später auf die Gesellschaft aus. Sein zweites Anliegen ist die Harmonie zwischen den Religionen. Durch die modernen Informationstechnologien wurde die Erde zur multikulturellen Gesellschaft. Religionen haben deshalb die Aufgabe, vermittelnd zu wirken. Wer darauf gehofft hatte, der Dalai Lama würde als Wunderheiler auftreten wurde enttäuscht. Er könne das nicht, das zu glauben ist Unsinn meint er.
- Klaus Wedelich -
Gegendarstellung zu “Till Lindemann verlässt Rammstein“
Nachdem das Gerücht, Till Lindemann würde nach der Veröffentlichung des nächsten Albums Rammstein verlassen, Beunruhigung ausgelöst hat , freuen wir uns nach Rücksprache mit Manager Emanuel Fialik mitteilen zu können , daß diese sogenannte Nachricht frei erfunden ist. „Weder Till Lindemann noch ein anderes Bandmitglied hat vor, Rammstein zu verlassen. Die Band schreibt am nächsten Album und ist in ausgezeichneter Stimmung. So, wie die Gier nach Nachrichten, das eigentliche Doping im Radsport ist, nutzt diese Nachricht nur denen, die sie verbreiten. Nun weiß die Welt zwar, daß EnEsch nach Berlin gezogen ist, aber selbst der arme EnEsch war geschockt von der Aussicht, in die Fußstapfen eines Till Lindemanns treten zu müssen. Ich hoffe, er und die Fans der Band erholen sich bald von dieser Falschmeldung.“
Quelle: www.Rammstein.de
Rammstein-Sänger Till Lindemann steigt aus
Über 13 Jahre lang stand Till Lindemann mit Rammstein auf der Bühne. Jetzt verlässt er die Band. Sein Nachfolger ist schon gefunden. Die Nachricht kam völlig überraschend und schlug ein wie eine Bombe: Till Lindemann, Sänger der Hardrock-Band Rammstein steigt aus. Till soll bereits nach der Veröffentlichung des nächsten Studioalbums, das zur Zeit fertig gestellt wird, die Band Rammstein verlassen. Der Grund: Till Lindemann will neue Herausforderungen suchen. Außerdem haben die zunehmenden Spannungen innerhalb der Band zu dieser Entscheidung geführt. Obwohl Lindemann eigentlich nicht zu ersetzen sind, wollen die verbliebenen Band-Mitglieder mit einem neuen Sänger weitermachen. En Esch, der Mitbegründer der Band KMFDM soll in Zukunft in die Fußstapfen von Till Lindemann treten.Rammstein E-Gitarrist Richard Kruspe, der mit seinem Nebenprojekt Emirate Ende August sein erstes Solo-Album veröffentlicht, und Schlagzeuger Christoph Schneider erklärten, der Neue müsse auf seine ganz eigene Art und Weise charismatisch sein, ohne Lindemann kopieren zu wollen. So ist man auf den Sänger En Esch gekommen, der als Mitbegründer der Electro/Industrial-Pioniere KMFDM bekannt wurde. Er stand zuletzt noch bei Slick Idiot am Mikro. Die verbliebenen Mitglieder von Rammstein freuen sich schon auf ihr neues Mitglied, auch wenn sie ihren bisherigen Frontmann vermissen werden. Fest steht auf jeden Fall, dass En Esch rein optisch gesehen, seinen Platz in der Band bestimmt schnell finden wird. Da stellt sich noch die Frage: Ist Rammstein ohne Till Lindemann noch Rammstein.
- Klaus Wedelich -
Was raubt die meiste Energie?
Ein nerviger Stau auf der Heimfahrt führt zu Wutattacken, der Kollege raubt Ihnen kostbare Zeit oder Sie können sich mal wieder nicht zum wöchentlichen Sportprogramm überwinden? All diese Umstände haben eines gemeinsam. Sie rauben im Alltag die Geduld. Viele Menschen können mit tückischen Energieverschwender wie Angst, Ärger, Zeit- oder Bewegungsmangel schlecht umgehen. Das Ergebnis: Der Stress wächst, dir Lebensqualität leidet. Energieräuber lauern überall. Im Job, im Privaten, fast überall scheinen Stress und Zeitdruck heutzutage überhand zu nehmen. Jeder Mensch reagiert anders auf Stresssituationen und vergeudet dabei unterschiedlich viel Energie. Wer herausfindet, was am meisten an seinen Nerven zehrt, kann seinen Energieverlust stoppen. Das Gemeine daran, sie schleichen sich meist in mehreren Formen in Ihr Leben. Zum Beispiel mit Beziehungsstress, Emotionen wie Wut und Angst oder eine bestimmte Person, mit der Sie nicht klar kommen. Zudem lenken viel Lärm, Computermüdigkeit, falscher Ernährung oder zu wenig Bewegung das Energiekonto ins Minus. Welcher Energieverschwender besonders verbreitet und gerade deshalb tückisch ist? Unangenehme Aufgaben wie die Steuererklärung oder ein klärendes Gespräch mit dem Chef vor sich herzuschieben. Mein Tipp: Erledigen Sie Lästiges ganz besonders schnell. Weniger Fehler, mehr Glück und Harmonie. Während Sie Ihr Energiekonto ins Gleichgewicht bringen, machen Sie gleichzeitig Ihre persönlichen Wohlfühlquellen ausfindig. Sportlich aktiv sein, ein Treffen mit Freunden planen oder einen Abendspaziergang mit dem Partner unternehmen. Kleine Auszeiten wie diese helfen Ihnen die Energietanks mit wenig Zeitaufwand aufzufüllen. Weiterer Pluspunkt: Wer mehr Energie besitzt, macht nicht nur weniger Fehler. Er ist auch in der Lage, mehr zu leisten. So lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die schönen Dinge im Leben und genießt diese bewusster. Nehmen Sie sich die Zeit für Ihr Glück.
- Klaus Wedelich -
Rätselraten um Bushs Armbanduhr
Wurde sie von einem geschickten Dieb gestohlen oder fiel sie beim kräftigen Händeschütteln einfach nur zu Boden? Der rätselhafte Verbleib der Armbanduhr von US-Präsident George W. Bush bei seinem Bad in der Menge im albanischen Städtchen Fushe-Kruja lässt die Spekulationen sprießen. Das staatliche italienische Fernsehen zeigte die Bilder, auf denen Bush begeisterten Albanern die Hände schüttelt. Doch nur wenige Sekunden nach Beginn der freudigen Begegnung ist die "ore dore" (Armbanduhr auf Albanisch) vom Handgelenk Bushs verschwunden. Dass ein cleverer Langfinger die Präsidentenuhr als Trophäe ergattern und so einmal mehr das Klischee von Kriminalität und Korruption in diesem Balkanland bestätigen konnte, wird von albanischer Seite jedoch heftig bestritten. Die Uhr sei herunter gefallen. Ein Bodyguard habe sie aufgehoben und gesichert. Die albanische Staatsanwaltschaft hat inzwischen Filme des örtlichen Fernsehens vom Bush-Besuch beschlagnahmt und gesichtet. Darauf sei zu sehen, wie ein Personenschützer dem Präsidenten seine Uhr zurück gibt, der sie in seine linke Hosentasche stecke. Eine andere Version habe die US-Botschaft in Tirana geliefert, berichteten die Medien weiter. Danach habe ein Bodyguard die verlorene Uhr Bushs Gattin Laura überreicht. Ja was denn nun? Es waren ein amerikanischer Präsident, eine albanische Menschenmenge und eine Armbanduhr. Doch am Ende blieben nur der Präsident und die Menschen übrig in diesem mysteriösen Fall. Allerdings habe der Präsident den Verlust seines Chronometers nicht gemeldet. Als er später das Präsidentenflugzeug "Air Force One" bestieg, sei wieder eine Uhr am Arm gewesen, sagt man.
- Klaus Wedelich -
Neue Kniggeregeln
Wenn ein Kollege niesen muss, gilt es nach dem neuen Knigge nicht mehr als korrekt, wenn die Kollegen diesem "Gesundheit" wünschen. Vielmehr kann sich der Niesende für sein Missgeschick entschuldigen. Die meisten Menschen meinen es gut, wenn sie einen guten Appetit wünschen. Nach Kniggeregeln gehört sich das aber nicht. Einzige Ausnahme: Das Essen in der Kantine. Denn es hat sich eingebürgert, dass sich Kollegen untereinander einen guten Appetit wünschen - wer es nicht tut, gilt schnell als arrogant. Bei einem offiziellen Geschäftsessen galt es laut Silke Schneider-Flaigs "Der neue große Knigge" von jeher als unschick, sich gegenseitig einen guten Appetit zu wünschen. Entgegen der landläufigen Annahme, dass der Ehrengast im Auto hinten zu sitzen hat, ist das falsch. Der Beifahrersitz gilt laut Silke Schneider-Flaigs "Der neue große Knigge" als der Ehrenplatz im Auto - und zwar wegen der besseren Sicht und wegen der Bequemlichkeit. Die Autotür sollte der Fahrer niemals von Inneren des Autos aus, sondern er sollte die Autotür von außen öffnen und anschließend an der Frontseite des Wagens zum Fahrersitz gehen. Regeln für das richtige Grüßen: Der Ranghöhere grüßt stets den Rangniedrigeren. Der Jüngere grüßt den Älteren. Der Herr grüßt die Dame. Die alt bekannte Spruch "Ladies first" gilt beim Grüßen nicht, auch die Dame ist verpflichtet, den Ranghöheren zuerst zu grüßen. Doch Vorsicht! Wer wem die Hand zuerst gibt, ist ebenfalls klar geregelt und läuft anders als das Grüßen: Der Ranghöhere gibt dem Rangniedrigeren zuerst die Hand. Die Dame reicht dem Herrn die Hand und der Ältere dem Jüngeren. Immer wieder gibt es Situationen, in denen Sie eine Gruppe von Menschen begrüßen wollen, die bereits sitzen. Früher galt es als selbstverständlich, dass Männer sich erhoben haben und dem Neuankömmling die Hand reichten, erläutert Silke Schneider-Flaig in ihrem Buch: "Der neue große Knigge". Frauen und ältere Herren blieben sitzen. Das ist aber gerade im Geschäftsleben überholt. Nun erheben sich die Frauen ebenfalls. Der Weg zum "Du" ist heutzutage deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Es gelten laut Silke Schneider-Flaigs neuem großen Knigge aber immer noch einige Grundregeln: Der Ranghöhere offeriert dem Rangniedrigen das Du, genauso wie der Ältere dem Jüngeren. Es gilt mittlerweile aber als überholt, dass Männer Frauen kein Du anbieten dürfen. Auch gilt es heute nicht mehr als gesellschaftlich unschicklich, wenn eine Frau einem Mann das Du anbietet. Zeitweise war es in Deutschland laut Silke Schneider-Flaig üblich, einen so genannten Anstandshappen oder ein Anstandsrestchen auf den Teller zu lassen. Das ist hinfällig. Wem es schmeckt, der darf auch seinen Teller leer essen. Klare Gleichberechtigung herrscht mittlerweile herrscht im Business-Alltag bei der Frage, wer wem mit der Garderobe hilft. Galt es früher noch als höflich, den Damen aus dem Mantel zu helfen, so bieten mittlerweile auch Frauen den Männern ihre Hilfe bei der Garderobe an. Um persönliche Gegenstände wie Laptop- oder Handtaschen kümmert sich nach Silke Schneider-Flaig aber jeder selbst. Früher galt es als besonders tugendhaft, wenn Gäste (insbesondere Frauen) kerzengerade auf den Stühlen saßen, ohne dabei die Stuhlrückenlehnen zu berühren, schreibt Silke Schneider-Flaig in ihrem Buch "Der neue, große Knigge". Heute hingegen gilt eine Sitzhaltung als korrekt, wenn man die gesamte Fläche des Stuhls nutzt. Dabei sollte man eine Hand breit vom Tisch entfernt sein. Die Anrede in Briefen: An Herrn Müller und Gemahlin sind veraltet. Statt dessen wird der Name der Ehefrau ausgeschrieben. Die Grußformel "Hochachtungsvoll" ist ebenfalls überholt. Vielmehr grüßt man in Briefen nur noch mit freundlichen Grüßen oder sogar mit "heiteren, sonnigen, sommerlichen Grüßen aus Bangkok", erklärt Silke Schneider-Flaig in ihrem Buch "Der neue große Knigge". Heute gilt: Herren gehen hinter der Dame die Treppe hoch und vor ihr die Treppe runter. So sollen Männer der Frau gegenüber eine "Schutzfunktion" übernehmen, schreibt Silke Schneider-Flaig. Frühere Bedenken, dass Männer einen Blick unter den Rock der Frau werfen könnten, wenn sie beim Treppen steigen hinterher gehen, haben heute keinen Bestand mehr.
- Klaus Wedelich -
Duzen oder siezen – eine Gradwanderung?
Das Duzen oder Siezen ist im Deutschen ist eine heikle Sache. Wer zu schnell duzt, gilt als unhöflich, wer zu lange siezt, wirkt steif. Doch gerade im Geschäftsleben geht es wieder förmlicher zu. Die Entscheidung zwischen "du" und "Sie" hängt nicht nur vom Alter ab, sondern auch von Dialekt, sozialer Stellung und dem Umfeld. Die klassischen "Du"-Zonen sind das Theater, einige Universitäten, die Musikbranche, das Internet und beim Sport. Am weitesten verbreitet ist dieser formlose Übergang zum "Du" unter jüngeren, gleichaltrigen Mitmenschen. Selbst wenn sie innerhalb der Rangordnung unterschiedliche Positionen haben, kommt ihnen das "Sie" für den Umgang miteinander oft zu steif vor. Mit einem herzlichen Umgang hat dies jedoch wenig zu tun. Einige Kollegen sind eher an leidenschaftlicher Abneigung als an enger Freundschaft interessiert. Einige Vorgesetzte sind der Meinung, dass sie lässiger und dynamischer wirken wenn sie allen ihren Mitarbeitern das Du anbieten. Das kann sich ebenso schnell wieder rächen. Es ist wesentlich schwieriger, jemandem unangenehme Arbeitsaufträge zu erteilen oder denjenigen zu ermahnen, mit dem man per du ist, als wenn man das distanziertere Sie benutzt. Der Mitarbeiter ist auch eher geneigt mit dem Chef eine Diskussion um einen Arbeitsauftrag anzufangen, wenn er mit ihm per du ist als per Sie. Als Boss sollte man sich nicht vom "Duz"-Angebot eines Mitarbeiters überrumpeln lassen. Die Führungskraft kann das "Du" ohne weiteres ablehnen. Allerdings auch der niedriger gestellte Mitarbeiter. Gut ist es, die Gründe dafür zu nennen, zum Beispiel, dass man nur mit langjährigen Mitarbeitern per Du ist, oder eben mit keinem. Als Alternative könnte derjenige, der das Du ablehnt, anbieten, den anderen beim Vornamen zu nennen, wie das in den Vereinigten Staaten von Amerika üblich ist, ihn aber weiterhin zu Siezen. Wird jemand spontan geduzt, so gibt es die Möglichkeit denjenigen konsequent weiter zu siezen. In der Regel kapiert selbst der Begriffsstutzigste, dass ein "Du" hier unangebracht war. Ansonsten ist ein Gespräch fällig. Denn wenn andere Mitarbeiter dies mitbekommen besteht die Gefahr, dass die Autorität verloren geht. Nicht ratsam ist es, das Duzen und Siezen als Machtspiel zu missbrauchen. Einige Führungskräfte duzen spontan, um bei der nächsten Begegnung, ihrem Gegenüber der das vertrauliche "Du" nutzt, demonstrativ zu siezen. Solche Spielchen sind peinlich, auch für denjenigen, der sie spielt. Man muss nicht jeden Duzen. Gerade im Geschäftsalltag will es gut überlegt sein, wem man diese persönliche Anrede anbietet. Prinzipiell gibt es keine festgesetzten Regeln, aber ein zwei Tipps sollte man beachten, denn sie machen den Umgang mit Mitarbeitern einfacher und verhindern, dass man in ein Fettnäpfchen tritt. Zum Beispiel, dass der höher gestellte dem niedriger gestellten und der ältere dem jüngeren das Du anbietet.
- Klaus Wedelich -
Myanmar und die Militärjunta
In der Union Myamar eher bekannt als Burma leben rund 54 Millionen Menschen. Das Jahres-Pro-Kopf Einkommen beträgt gerade mal 260 US Dollar. Das Klima ist tropisch, im Norden eher subtropisch mit ständig hoher Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Die Hitze in Yangon (Rangon) lässt das Thermometer bis auf 42 Grad Celsius ansteigen. So extrem wie die Temperaturen sind handelt auch die Militärregierung, die lediglich aus dem Staatsoberhaupt, Premierminister und dem Aussenminister besteht. Es gibt derzeit kein Parlament. Eine Opposition besteht faktisch nicht. Die wohl bekannteste Frau Burmas ist die Friedesnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Die Oppositionspolitikern und gläubige Buddhistin Aung San Suu Kyi ist Symbolfigur und Hoffnungsträgerin. Sie kämpft seit Jahrzehnten im Namen ihres 1947 ermordeten Vaters Aung San für die Demokratie Myanmars, im Sinne Buddhas, gewaltfrei. 1991 bekam sie dafür den Friedensnobelpreis. Seit Mai 2003 steht sie deshalb erneut unter Hausarrest. Das soll die Opposition in Schach halten. Denn zeitweise pilgerten bis zu zehntausend Menschen täglich zu ihrem Haus in Yangon. Die Burmesen nennen sie respektvoll ”The Lady.”Als engagierter Buddhist erklärt sie: Als Buddha einmal versuchte, zwei Parteien zu trennen, die miteinander im Kampf lagen, ging er auf den Kampfplatz und stellte sich zwischen sie. So hätten sie zuerst ihn verletzen müssen, bevor sie sich gegenseitig Schaden zufügen konnten. Auf diese Weise verteidigte er beide Seiten. Und er schützte andere unter Einsatz des eigenen Lebens." Die Strasse zu ihrem Haus ist vom Militär hermetisch abgeriegelt, so dass es auch keiner Maus gelingen würde die Panzer-Blockaden und Stacheldraht zu überwinden. Die Militärs halten das Land nach jahrzehntelanger Isolation noch immer in schläfrigem Stillstand. Und damit auch die Menschen, die sich nach den Massenprotesten von 1988, bei denen Tausende erschossen wurden, längst nicht mehr auflehnen. Die Generäle sind durch nichts zu beirren. Nicht durch die Wirtschaftssanktionen von USA und EU, die erneut verschärft wurden, nicht durch Appelle und Warnungen. Sie lassen die Bevölkerung leiden. An den Reichtümern des Landes wie Edelsteine und Teakholz verdienen nur die Generäle. In China haben sie einen starken Wirtschaftspartner, der an neuen Absatzmärkten interessiert ist und strategische Interessen verfolgt. Karriere macht man in einem Militärstaat höchstens beim Militär. Selbst Staatsbeamte oder Lehrer haben kaum berufliche Perspektive. Sie bekommen einen mageren Lohn von 50 Dollar im Monat. Im Gegenzug gibt es Reis, Öl und andere Grundnahrungsmittel umsonst vom Staat. Noch eine weitere Methode, Menschen in Schach zu halten. Ein Reisepass kostet 450 Dollar. Aber wer ins Ausland reisen will, braucht einen Pass. Ihn für eine weitere Reise zu erneuern, kostet wieder 150 Dollar. Obendrein hält immer jemand die Hand auf. Es müssen für die einfachsten Dinge bezahlen wie zum Beispiel wenn die Zulassung des Autos verlängert werden soll. Es müssen sogar die Angestellten von Krankenhäusern bestochen werden, damit diese die erforderlichen kleinen Dienstleistungen für die Patienten verrichten. Die Korruption ist zu einer Landplage geworden." Sagt Aung San Suu Kyi 1996 im Buch "Der Weg zur Freiheit". Der Zugang zum Internet ist beschränkt oder überhaupt kaum möglich. Websites mit kritischem Inhalt und webbasierte Mailprogramme sind gesperrt. Klaus hat da seine Erfahrungen gemacht. Die wunderbaren lieben und freundlichen Menschen die ihn bei seiner Rundreise begleitet und betreut haben sind mit mindestens zwei E-Mail Adresse ausgestattet. Auf die Frage weshalb, die nur im Auto besprochen wurde, hat man ihm mitgeteit, dass abwechselnd und zeitweise Yahoo und Google von der Militärjunta gesperrt werden. Nur mit mehreren E-Mail Adressen ist es möglich mit der Aussenwelt in Kontakt zu bleiben. Bei seiner Rückkehr nach Bankok hat Klaus festgestellt, dass die von ihm gesendeten E-Mails an seine zu Freunden gewordenen Burmesen nach 24 Stunden zurückkamen mit dem Hinweis, dass die E-Mails, weil sie nicht abgerufen, gelöscht wurden. Als Geste des guten Willens besteht mit dem thailändischen Mobilfunk Netzbetreiber AIS ein Roamingabkommen, Mit der Einschränkung, dass Klaus nur Anrufe und SMS empfangen konnte, das aber nur mit viel Geduld des Anrufenden, was manchmal mehr als ein Dutzend Versuche erforderte. Telefongespräche und SMS zu versenden, ausserhalb Burmas ist nicht möglich bzw. unerwünscht. Da wäre da noch die Alternative eine burmesische Telefon-SIM Karte zu erwerben. Das wird dadurch unterbunden, dass für diese kleine Freiheit 2.500 US Dollar erforderlich sind. Landeswährung ist der Kyat. Für Touristen sind in Myanmar derzeit zwei Währungen relevant. Der US Dollar und die eigentliche Landeswährung Kyat. Bei der Landeswährung, beim Benzinpreis und vielen diversen anderen Dingen gibt es einen offiziellen Kurs, den offenen Markt und den Schwarzmarkt. Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist verboten. Die Mitnahme von ausreichend Bargeld in US Dollar ist unbedingt erforderlich. Zudem ist zu beachten, dass die Banknoten weder eingerissen noch befleckt sind, da diese sonst nicht akzeptiert werden. Der Umtausch von anderen Fremdwährungen wie zum Beispiel, dem Baht aus dem Nachbarland Thailand oder Euros ist nicht möglich. Reiseschecks und Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Myanmar, das ehemalige Burma, war viele Jahre fast völlig von der Aussenwelt abgeschottet. Heute jedoch öffnet das Theravada buddhistische Juwel sich allmählich und gewährt gastfreundliche Einblicke in seine kulturellen Reichtümer. Lange Zeit stand Burma auf meiner Wunschliste ganz oben. In diesem Jahr wurde mein Traum endlich wahr und ich muss gestehen, Burma ist immer noch so wunderbar anders als die angenzenden Länder. Der Kontrast kann nicht grösser sein, wenn man mit dem Flugzeug aus dem quirligen und modernen Bangkok kommend in der Hauptstadt Yangon (Rangon) landet. Mit Sicherheit ist auch diese Stadt inzwischen im 21. Jahrhundert angekommen. Es gibt einige Hochhäuser und dichten Verkehr, aber auch koloniale Gebäude. Dazwischen liegen lebhafte Märkte. Hier tragen noch die meisten Menschen den traditionellen Longyi. Aus dem modernen Zentrum rund um die Sule-Pagode ist man schnell heraus. Der Verkehr lässt nun nach. Die vielen Holzhäuser wirken eher dörflich. Die goldglänzenden Pagoden und grosse Parks zeigen einen ganz besonderen Charme. Dies trifft natürlich auch auf die 100 m hohe majestätische Shwedagon-Pagode zu. Schon aus der Ferne ist der Anblick fantastisch und wunderschön. Der Rundgang um die riesige, goldene Kuppel hat mich wirklich überwältigt. Unzählige kleinere Tempel und Pavillons mit Gold, weissem Stuck und glitzernden Spiegelmosaiken, filigrane Goldschirme und buntbemalte Fabelwesen umgeben die heiligste der unzähligen Pagoden Burmas, die vielen Gläubigen und Mönche zeigen, wie tief buddhistisch verwurzelt dieses Land bis heute ist. In den frühen Morgenstunden ging es weiter nach Bagan. Schon der Landeanflug war traumhaft schön, so weit das Auge reichte nur Stupas in allen Grössen. Dann war ich zunächst etwas überrascht. Ich hatte eine grössere Stadt erwartet. Ist hier doch immerhin eine der grossartigsten Sehenswürdigkeiten Südostasiens. Bagan besteht aber bis heute nur aus einigen kleinen alten Dörfern und aus 2.229 Pagoden und Tempel in allen Grössen und Formen. Einige sind schneeweiss, die meisten aus rötlichem Terracotta, mit Stuck verziert und Malereien ausgeschmückt. Um alle zu besichtigen, reicht vermutlich meine Zeit nicht aus. So blieb mir nur eine geruhsame Fahrt durch das grösste buddhistische Pagodenfeld der Welt. Und das besondere Erlebnis am späten Nachmittag, trotz Gluthitze kletterte ich auf den höchsten Tempel. Der traumhafte Blick auf die unzähligen im Licht der untergehenden Sonne und rot leuchtenden Pagoden lohnt jede Anstrengung. Nun hiss es Abschied nehmen von Bagan. Am nächsten Tag Flug nach Mandaley, das Zentrum der burmesischen Kultur mit den alten Königsstädten. Bis heute finden sich hier viele buddhistische Bildungsstätten und Klöster mit Tausenden von Mönchen und der Mahamuni-Buddha, die heiligste Figur des Landes. Hier ist bis heute das Zentrum des Kunsthandwerkes mit Steinmetzen, Holzschnitzereien und Schirmmachern. Goldschläger fertigen in anstrengender Arbeit die feinen hauchdünnen Goldfolien, mit denen die Tempel, Pagoden und Buddha-Statuen im ganzen Land geschmückt werden. Allein auf der Shwedagon-Pagode soll es mehr als eine Tonne Gold sein. Auch der Mahamuni-Buddha ist so mit Gold beladen, dass er sich von allen anderen Buddhastatuen von seiner Schönheit deutlich abhebt. Ein Erlebnis der besonderen Art sind die in der Nähe von Mandalay mit Pagoden übersäten Hügel von Sagaing. Am nächsten Tag, Flug nach Rangun und Besichichtigung der Obst- und Blumenmärkte, Scott Market sowie China-Town. Gegen Abend hiess es dann Abschied nehmen von meinen fürsorglichen Begleitern, der Mystik und den traumhaften wunderschönen goldenen Pagoden. Eins steht jedenfalls fest, Burma ist anders als alle anderen Länder, die ich bisher bereist hatte. Meinen besondern Dank möchte ich meinen Begleitern, nennen wir sie aus Sicherheitsgründen Min, Tun und Myint für ihren Mut und Offenheit aussprechen, die mir alle diese Erlebnisse und Eindrücke von ihrem Burma vermittelten.
- Klaus Wedelich -
Warum ich Zahlen misstraue
Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Rund 3300 Menschen, die dem Tabak ganz und gar ablehnen, sterben jährlich daran, da sie am Rauchen der anderen teilhaben. Wer mit dem Flugzeug nach Südostasien reist, hilft sechs Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre unseres Planeten zu blasen. Eine Substanz, die wie jeder weiss, dem Klima schadet. Ein Reisender hingegen, der sich mit einer Eisenbahnfahrt an die Ostsee entscheidet, produziert nur 35 Kilogramm Kohlendioxid. Und so weiter, die Geburtenrate, das Wirtschaftswachstum und die Hungertoten der Dritten Welt. Was man in Zahlen ausdrücken kann, das scheint harter Fakt zu sein. Das kann man nicht einfach wegdiskutieren. Statistik, das ist die Realität der Wirklichkeit. Die 3300 toten Nichtraucher, eigentlich müssten sie, jedes Mal wenn die Zahl auftaucht, eine Fussnote begleiten, wie die Zahlen zustande gekommen sind. Die Leute befinden sich ja nicht ein Jahr lang ununterbrochen in demselben verqualmten Raum, und am Ende zählt man einfach die Leichen. Für die Reise in den Siam anstatt an die Ostsee müsste man die Kilometerzahlen haben, um die Rechnung aufzumachen, was die Eisenbahnfahrt, statt der Flugreise nach Bangkok, an Kohlendioxid erzeugen würde. Oder soll Bangkok als touristisches Ziel überhaupt verboten werden, zwecks Klimaheilung? Die einfache Zahl erzeugt eine verwirrende Illusion. Das gilt erst recht für alle Statistiken, die jetzt wegen des Klimawandels auf die Bürger herabregnen. Die harte und klare Nachricht, dass die Bahnfahrt nach Rügen 35 Kilogramm, die Flugreise nach Thailand aber sechs Tonnen Kohlendioxyd produziert. Da müsste man doch eingreifen und Klarheit schaffen können. Was die amtliche Einschränkung des Thailand-Tourismus aber für Folgen zeitigen könnte, die Zahlen, die das demonstrieren, würden uns gleich im Anschluss überfluten. Ein Minimum Kohlendioxyd gespart, dafür sinkt das thailändische Bruttosozialprodukt dramatisch. Vermutlich müssen wir zukünftig darauf verzichten, Zahlen als harte Fakten und als unverfälschten Abdruck der Wirklichkeit hinzunehmen. Denn sie sind Meinung und Rhetorik wie alle anderen öffentlichen Reden auch. Dass sich ein Problem klarer fassen und für den praktischen Zugriff besser zuschneiden lässt, wenn man es in einer Statistik abbildet, das ist Fakt. Aber gerade weil die Zahlen manchmal so klein sind und das Problem so gross könnte schon die Ahnung aufkommen, dass der Kampf unsinnig und fruchtlos ist. Zahlenspiele sind eben Spiele. Der Ernst und die Realität finden eben anderswo statt.
- Klaus Wedelich -
Arbeitspflicht für Arbeitslose
Wirtschaftsminister Glos poltert Sprüche aber keinem hilft es. Polemik statt Problemlösen. Während Deutschlands größtes Problem, die Arbeitslosigkeit, noch immer nicht mit neuen Ideen beseitigt ist, entfacht Wirtschaftsminister Glos alte ideologische Kämpfe und Sprüche. Von einer Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger spricht er. Der rote Koalitionspartner und die Betroffenen reagieren verärgert. Glos will die Menschen drangsalieren und beunruhigen. Eine Debatte über die soziale Hängematte ist unnötig, weil es sie nicht mehr gibt und höchstens dafür geeignet, die bisherige Einfallslosigkeit und Hilfslosigkeit der Regierung in der Arbeitsmarktpolitik zu überspielen. Denn eine Arbeitspflicht für Langzeitarbeitslose gibt es faktisch längst. Beschlossen wurden sie von Union und SPD gemeinsam in den Hartz-Reformen. Wer als Hartz-IV-Empfänger angebotene Jobs ablehnt, bekommt schon jetzt kein Geld mehr vom Staat. Keine Leistung ohne Gegenleistung, sofern Jobs und Arbeit vorhanden sind. Von Arbeitslosen wird mehr gefordert als früher. Das ist richtig, aber unzureichend. Zum Fordern muss nun das Fördern kommen. Die Verantwortlichen müssen Arbeit durch Gesetze und Steuerfinanzierung so gestalten, dass es sich wieder lohnt eine Beschäftigung anzutreten und zudem Geringverdienern zum selbst verdienten Lohn nicht noch zusätzlich abkasieren. Erst dann lohnt es sich für viele Arbeitslose, zu arbeiten. Wie ein Kombilohn ausgestaltet werden soll, beraten die Fachpolitiker der Koalition derzeit. Die gegensätzlichen Positionen von Union und SPD sprechen dabei gegen eine vernünftige Reform. Die Polterei von Glose macht die Arbeit nicht leichter und steiget nur die Hoffnungslosigkeit der Betroffenen.
- Klaus Wedelich -
Eine Geschichte vom Sinn des Lebens.
Ein Investmentbanker stand in einem kleinen thailändischen Fischerdorf am Strand und beowachtete, wie ein kleines Fischerboot am Pier anlegte. Der Thai hatte einige grosse Fische gefangen. Der Banker gratulierte dem Thai zu seinem prächtigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht hätte. Der Thai antwortete:“Ein paar Stunden nur.“ Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben sei, um noch mehr Fische zu fangen. Der Thai sagte:“Die Fische reichen ihm um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Banker wiederum fragte: “Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?“ Der Fischer erklärte: “Ich schlafe morgens aus, gehe einige Stunden fischen, spiele mit meinen Kindern und nach dem Mittagessen halte ich meinen wohlverdienten Schlaf ab. Danach gehe ich mit meiner Frau Duagemon im Dorf spazieren, trinke dort ein oder zwei Mekong Whiskey und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben.“ Der Banker erzählt nun dem Fischer über sein Leben. “Ich bin Havard Absolvent und könnte dir helfen. Du musst mehr Zeit mit dem Fischen verbringen und dann vom Erlös ein grösseres Boot kaufen. Mit dem Erlös kannst du dir mehrere Boote kaufen, bis du eine ganze Flotte von Schiffen hast. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen musst du direkt an eine Fischfabrik liefern und schliesslich in Zukunft eine eigene Fischverarbeitungsfirma gründen. Dann kannst du Produktion, die Verarbeitung und den Vertrieb selbst kontrollieren. Du kannst dann dieses Fischerdorf verlassen und nach Bangkok oder Los Angeles umziehen und dein florierendes Unternehmen leiten.“ Der Thai fragte: “Und wie lange wird dies alles dauern?“ Der Banker antwortete: “So etwa 15 bis 20 Jahre.“ Der Thaifischer fragte nach: “Und dann?“ Der Banker lachte und sagte:“Dann kommt das Beste. Wenn deine Zeit reif ist kannst du mit deinem Unternehmen an die Börse gehen und deine Unternehmensanteile verkaufen und dabei sehr reich werden. Du kannst dann Milionen verdienen. Der Fischer fragte: Millionen Baht verdienen und dann?“ Der Banker antwortete: “Dann kannst du aufhören zu arbeiten. Du kannst in kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, einige Stunden zum Fischen gehen, mit den Kindern spielen und nach dem Mittagessen deinen wohlverdienten Schlaf abhalten. Danach mit deiner Frau Duagemon im Dorf spazieren gehen und dort ein oder zwei Mekong Whiskey geniessen und mit deinen Freunden Gitarre spielen.
- Klaus Wedelich -
Als du geboren wurdest, war ein regnerischer Tag. Aber es war nicht wirklich Regen, sondern der Himmel weinte, weil er einen Stern verloren hatte.
Antoine de Saint-Exupéry
Stern und Sternschnuppe
Ein Stern wurde im Januar mit 4 tägiger Verspätung geboren. Nach 9-monatigem Aufenthalt in einem 1-Zimmer Apartment mit Vollpension wurde ihm wegen mietwidrigen Verhaltesns fristlos gekündigt. Er hatte ständig gegen die Wand getreten. Er ist sehr gerne ausgezogen, denn die Räumlichkeit war für eine Länge von 55 Zentimeter und einem Gewicht von 3.550 Gramm sowieso viel zu klein. Ab sofort erreicht ihr ihn unter einer neunen Anschrift. In der Obhut seiner Eltern und was für ein Glücksgriff, wieder Vollpension. Die Tränen kleiner Kinderschar ich ziehe sie auf ein weisses Haar. Werf in die Luft, die Embryo Kette und wünsch mir dass ich eine Mutter hätte. Keine Sonne die mir scheint. Keine Brust hat jemals Milch geweint. In meiner Kehle steckt ein Schlauch habe keinen Nabel auf dem Bauch, Mutter, Mutter meine Mutter. Ich durfte keine Nippel lecken und hatte keine Falten zum verstecken. Niemand gab mir einen Namen, gezeugt wurde ich in Hast und ohne Samen. Der Mutter die mich nie geboren habe ich heute Nacht geschworen ich werd ihr eine Krankheit schenken und sie danach im Fluss versenken. Mutter, Mutter, oh Mutter. Mutter gib mir Kraft damit die Macht der Nacht mich nicht zur Sternschnuppe macht und Morgen die Sonne für mich lacht.
- Klaus Wedelich -
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