Die Logik der Immigration

Die Schlange der Ausreisenden am Suvarnabumi International Airport in Bangkok wird immer länger, die Freundlichkeit der Immigration Beamten und die Stimmung sinkt gegen null. Aber müssen die denn von jedem ein Bild erstellen, auch wenn es Expats und Touristen gibt die mehrmals im Jahr ein- und ausreisen? Ein Ausländer (Farang) reist an diesem Tag mit einem Thai Staatsbürger aus. Nach vielen kritischen Blicken und dem obligatorischen Foto wird der Farang zähneknirschend durchgewunken als wenn er etwas verbrochen hätte. Kein lächeln, kein auf Wiedersehen. Im Passport des Thaibürgers wird besonders gründlich gesucht und geblättert. Es ist schon etwas besonderes und aussergewöhnliches wenn ein Thai Staatsbürger einen Reisepass besitzt, besonders wenn dieser Thai vor einigen Monaten aus Laos eingereist ist wo er einige Tage urlaubte. Der eifrige Immigrations Beamte hat nun doch noch etwas gefinden. In seinen Augen leuchten die Dollarzeichen, auf der Stirn das Eurozeichen. Bei der Einreise nach Thailand im April fehlt der Einreisestempel der Thai Immigration. Obwohl die Arirval Card noch im Passport getackert mit Einreisestempel vesehen, wurde bemängelt, dass der Einreisestempel im Passport fehlt und somit sich der Thai Staatsbürger illegal in Thailand befindet. Der Supervisor bestätigt voller Selbstbewusstsein, dass der fehlende Stempel nicht der Fehler des Immigrations Beamten ist, sondern des Reisepassinhabers. Man unterstellte auch eine illegale Gerenzüberschreitung, obwohl der Stempel in der Arival Card doch wohl der Beweiss ist, dass die Landesgrenze ordnungsgemäss passiert wurde. Was für ein Glück, das der Thaistaatsbürger in Begleitung eines Farangs war. Das Problem lässt sich nur durch eine Strafgebühr beheben die ein Thai meistens nicht bezahlen kann. Ansonsten wird die Wiedereinreise des Thaistaatsbürgers verweigert. So einfach ist das. Um das Flugzeug nicht zu verpassen wurde das Teemoney von dem bösen unerwünschten Ausländer bezahlt.

- Juri -



Benötigen wir einen Politiker wie John Howard?


Auszug aus seiner Rede zum Jahrestag der Baliattentate im Februar 2008. Muslime, die unter dem islamischen Gesetz der Sharia leben wollen, wurden angewiesen Australien zu verlassen, da die Regierung in ihnen Radikale sieht, die mögliche Terroranschläge vorbereiten. Howard zog sich den Zorn von einigen austalischen Muslimen zu, da er unterstrich, geheimdienstliche Aktivitäten zum ausspionieren der Moscheen in seinem Land zu unterstützen. Da fragt sich Juri wie viele andere Menschen auch: Ist da etwas zu verbergen. Wenn nur aus dem Koran gelesen wird hat niemand etwas zu befürchten. Wörtlich sagte Howard: “Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen.” Akzeptieren sie es, oder verlassen sie das Land. Ich habe es satt, dass diese Nation sich ständig Sorgen machen muss, ob sie einige Individuen oder deren Land beleidigt. Seit den terroristischen Anschlägen auf Bali spüren wir einen zunehmenden Patriotismus bei der Mehrheit der Australier. Diese Kultur ist in über zwei Jahrhunderten gewachsen, geprägt von Gefechten, Prozessen und Siegen von Millionen von Frauen und Männern die nur Frieden gesucht und gewollt haben. Wir sprechen überwiegend Englisch, nicht Spanisch, Libanesisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Italienisch, Deutsch oder andere Sprachen. Deswegen, wenn ihr ein Teil unserer Gesellschaft werden wollt, dann lernt unsere Sprache. Die meisten Australier glauben an Gott. Es sind nicht einige wenige Christen, es ist kein politisch rechter Flügel, es ist kein politisch motivierter Zwang, nein es ist eine Tatsache, denn christliche Frauen und Männer, mit christlichen Prinzipien haben diese Nation gegründet und dies ist ganz klar dokumentiert. Und es ist sicherlich angemessen, dies an den Wänden unserer Schulen zum Ausdruck zu bringen. Wenn Gott euch beleidigt, dann schlage ich euch vor einen anderen Teil dieser Welt als euere neue Heimat zu betrachten, denn Gott ist ein Teil unserer Kultur. Wir werden euere Glaubensrichtungen akzeptieren und werden sie nicht in Frage stellen. Alles was wir verlangen ist, dass ihr unseren Glauben akzeptiert und in Harmonie, Frieden und Freude mit uns lebt. Dies ist unsere Nation, unser Land und unser Lebensstil und wir räumen euch jede Möglichkeit ein all diese Errungenschaften mit uns zu geniessen und zu teilen. Aber wenn ihr euch ständig beschwert, Mitleid sucht, unsere Fahnen verbrennt, unseren Glauben verurteilt unsere christlichen Werte missachtet, unseren Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch einen weiteren Vorteil unserer grossartigen australischen Demokratie und Gesellschaft nutzen: Dem Recht das Land zu verlassen. Wenn ihr hier nicht glücklich seid, dann geht! Wir haben euch nicht gezwungen hierher zu kommen. Ihr habt gebeten hier sein zu dürfen. Also akzeptiert das Land, das euch akzeptiert hat.“ Juri hofft nun, dass viele Menschen diese Rede lesen und weiterreichen. Vielleicht finden einige unserer Mitmenschen dann wieder das Rückgrad diese Wahrheiten und Begebenheiten auszusprechen und zu unterstützen und nicht mehr hinter vorgehaltener Hand tuscheln.

- Juri -



Über 400 illegale Einreisen nach Deutschland

Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien kurz vor Weihnachten sind hunderte Menschen beim Versuch der illegalen Einreise nach Deutschland festgenommen worden. Zwischen dem 21. Dezember bis zum 9. Januar wurden 425 Menschen vorwiegend aus der Russischen Föderation aufgegriffen. Dies ist nach der offiziellen Statistik kein signifikanter Anstieg. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer illegaler Einreisen aus. Für eine seriöse Bewertung der Lage sei es noch zu früh, sagt man. Die Zahl der aufgegriffenen Menschen zeige aber, dass die Polizeiarbeit funktioniere. Viele der Einwanderer, unter ihnen zahlreiche Tschetschenen, hätten bereits einen Asylantrag in Polen oder Tschechien gestellt. Die Bild Zeitung berichtet von insgesamt 614 illegalen Einreisen. Die Zeitung berief sich auf Angaben der Bundespolizei, ohne die konkrete Informationsquelle zu nennen. Im gesamten ersten Halbjahr 2007 sind an der 1253 Kilometer langen Grenze zu Polen und Tschechien 484 Menschen bei der illegalen Einreise aufgegriffen worden. Nach Angaben des Innenministerium wurden im gesamten Jahr 2007 rund 15.500 unerlaubte Einreisen an allen Außengrenzen Deutschlands registriert, davon 1900 im Dezember. Im Dezember 2006 sind 1700 illegale Grenzübertritte gezählt worden, 18.000 Personen waren es das gesamte Jahr über. Die Innenministerien von Brandenburg und Sachsen verzeichnen bisher keinen Anstieg der Kriminalität in den Grenzregionen. Wegen des kurzen Zeitraums gebe es allerdings noch keine Statistik, sagten Ministeriumssprecher in Dresden und Potsdam. Die Menschen die da wohnen sind da aber anderer Meinung, das hat Juri gehört. Die Lage bei den illegalen Einwanderungen ist ernst. Nur einen ganz kleinen Teil wird in Wirklichkeit aufgegriffen. Die meisten Zuwanderer suchen ein besseres Leben in Deutschland. Erfahrungsgemäß sind aber auch Straftäter darunter. In den kommenden Monaten müssen die Wege der Zuwanderer analysiert und Gegenmaßnahmen getroffen werden. Solange die illegale Zuwanderung anhalte und Schlupflöcher nicht gestopft sind, darf es keine weiteren Stellenstreichungen bei der Bundespolizei geben. Die Kontrolle des Autoverkehrs gestaltet sich schwierig. Auf den Transitautobahnen von Polen über Deutschland nach Frankreich können täglich nur wenige verdächtige Fahrzeuge kontrolliert werden. In den vergangenen drei Wochen sind 220 Menschen bei der illegalen Einreise aus Polen nach Brandenburg gefasst worden. Das sind so viele Aufgriffe wie früher in einem Jahr.

- Juri -


In Amerika ist alles anders . . .

Für Bill ist Oralsex kein Sex, für Arnold ist Marihuana keine Droge. Es lebe der "American Way of Life. " Die Freiheit? Was ist Arnold Schwarzenegger denn da bloß über die Lippen gekommen? Der kalifornische Gouverneur hält Marihuana nicht für eine Droge. Der Muskelprotz räumte ein, in den 70er Jahren Marihuana geraucht zu haben. Und er ließ sich dabei sogar filmen. In der Dokumentation "Pumping Iron" von 1977. "Das ist keine Droge, das ist ein Blatt", erklärte Schwarzenegger damals. "Meine Droge war es, Eisen zu stemmen, glauben Sie mir." Die Kommentare Schwarzeneggers müssten im Zusammenhang gesehen werden wird dementiert. Der Gouverneur wisse genau, dass Marihuana eine Droge ist. Ach so, jetzt hat es Juri verstanden. Politiker müssen ihren Job machen. In dem Interview, äußerte Arnold zudem, dass er auch keinen Politiker verurteile, der Drogen nimmt. "Die Aufgabe eines Politikers ist es, das zu tun, was das beste für die Menschen und das Land ist", sagte er. "Warum sollte es mich interessieren, wenn ein Politiker jeden Abend Schlaftabletten nimmt, solange er seine Arbeit erledigen kann?" Da hat er wohl Recht, das ist Privatsache oder? Arnold Schwarzenegger, der Selfmade-Man wurde als Bodybuilder entdeckt, als Schauspieler berühmt und als Gouverneur von Kalifornien auch noch mächtig. Arnold Schwarzenegger hat tatsächlich eine steile Karriere hingelegt und gilt als der Selfmade-Man schlechthin. Von vielen wird er kritisiert für schlechte Filme und inzwischen vor allem für seine Politik. Aber für genauso viele ist er ein Vorbild. Der amerikanische Traum in Person. Er hat es quasi aus dem Nichts zu Weltruhm gebracht. Sein muskulöser Körper war sein Markenzeichen und so holte Schwarzenegger insgesamt fünf Mal den Titel "Mister Universum" und sieben Mal den Titel "Mister Olympia". Mit seinem Körper war der gebürtige Österreicher aus der Steiermark die ideale Besetzung für verschiedene Action-Streifen. In seinem ersten Film "Hercules in New York" im Jahre 1970  musste er wegen seines starken Akzents noch synchronisiert werden. Später wurde dieser zu seinem Markenzeichen. Als "Conan der Barbar" im Jahr 1982 schaffte er schließlich den Durchbruch als Schauspieler. Zu Weltruhm gelangte er als wortkarge Killermaschine in der Terminator-Trilogie. Aber er kann noch mehr: 2003 stieg der Familienvater in die Fußstapfen von Ronald Reagan und stellte sich der Wahl zum Kalifornischen Gouverneur. Er wurde prompt gewählt und 2006 in seinem Amt bestätigt. Wer sagts denn?

- Juri -


Deutschland ist nicht im Kriegszustand

Innenminister Wolfgang Schäuble sieht nun Deutschland trotz seiner jüngsten Warnungen vor Terror-Gefahren als "eines der sichersten Länder der Welt". In einer ARD-Sendung sagte der CDU-Politiker: "Ich habe nicht gesagt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein Anschlag mit einer schmutzigen Bombe erfolgen kann. Ich habe gesagt, die Sicherheitsexperten sagen weltweit seit vielen Jahren, dass sie damit rechnen." Deutschland sei "nicht im Kriegszustand. Letztlich sage ich doch immer ganz stolz: Wir haben ein hohes Maß an Sicherheit", fügte Schäuble hinzu. Er sei von Journalisten verkürzt zitiert worden. Viele Menschen werfen Schäuble dennoch weiter vor, zur Verunsicherung der Bevölkerung beizutragen. Zur umstrittenen Ankündigung seines Parteifreundes, Verteidigungsminister Franz Josef Jung, er werde im Notfall den Befehl zum Abschuss eines von Terroristen gekaperten Passagierflugzeugs geben, sagte Schäuble: "Es gibt Gefahren aus der Luft und von der See, die können überhaupt nur mit militärischen Mitteln abgewehrt werden. Und dafür brauchen wir im Extremfall eine Möglichkeit." Auch ohne gesetzliche Grundlage würde Verteidigungsminister Franz Josef Jung ein entführtes Flugzeug, das für Terror-Angriffe benutzt werden soll, notfalls abschießen lassen. Ich wünsche mir eine verfassungsrechtliche Klarstellung. Aber da gibt es leider noch keinen Konsens in der Koalition. Deshalb müsste ich als Verteidigungsminister im Notfall vom Recht des übergesetzlichen Notstands Gebrauch machen. Wenn es kein anderes Mittel gibt, würde ich den Abschussbefehl geben, um unsere Bürger zu schützen. Herr Jung und Herr Schäuble, Juri macht Ihnen den Vorschlag: Senden Sie alle muslimischen Krieger zurück in ihren Gottesstaat. Dort können sie dann ihre radikalen und kranken Ideen ausleben. Wer in einem Rechsstaat uns seinen Glauben und Terror aufzwingen will hat in Deutschland nichts mehr verloren.

- Juri -


Urlaub und dann ab in die Ehehölle

Die jungen Frauen fahren in den Sommerferien in die Türkei, in den Libanon, ins Kosovo - und kommen nie mehr zurück. Für viele junge Migrantinnen wird der Urlaub zur Reise in die Zwangsehe. Mit einer 17-jährigen Kurdin aus Berlin, deren Eltern für den Sommerurlaub eine Zwangsheirat in der Türkei angesetzt hatten, ist der Kontakt abgebrochen. Freunde waren auf das Mädchen aufmerksam geworden. Sie kontaktierten eine Hilfsorganisationen, jedoch zu spät. Das Mädchen ist inzwischen in der Türkei. Die Vorbereitung der Zwangsheirat läuft. Es ist Sommer in Deutschland und unheimlich viel los was Zwangsheiraten betrifft. Denn direkt vor und nach den großen Ferien brauchen besonders viele Mädchen und Frauen Hilfe. Es funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip. Die Mädchen sind mit der Schule fertig, oder die Eltern sehen sie mit ihrem Freund. Und plötzlich muss alles ganz schnell gehen. Es wird eine Zwangsehe arrangiert. Die betroffenen jungen Frauen ahnen: In diesen Sommerferien haben ihre Eltern Pläne für sie. Sie bekommen mit, dass Verlobungen geplant sind. Dann wollen sie eine Reise in die Heimat im letzten Moment verhindern. Oder sie wurden im Urlaub in der Türkei zwangsverlobt und wollen sich danach in Deutschland schützen vor diesen unbekannten Ehemännern. Immer öfter kommen Hochzeiten unter massivem Druck, mit Drohungen und körperlicher Gewalt zustande berichten Helfer und Betroffene. Aische ist eine von ihnen. Man ist gerade dabei alle ihre Spuren zu verwischen. Deshalb kann man nur so viel verraten: Aische ist 20, und kommt aus Norddeutschland. Ihre Eltern wollten sie in der Türkei mit einem Mann verheiraten, den sie nicht kennt. Aische gelang es nicht, die Familie umzustimmen. Der Druck auf sie wurde immer größer, Angehörige bedrohten sie massiv. Schließlich gelang der jungen Frau die Flucht in eine andere Stadt. Jetzt hat sie große Angst, dass ihre Familie sie doch noch findet. Mädchen und junge Frauen bitten Ärzte den Eltern einen Brief zu schreiben, dass ihre Tochter operiert werden muss, am Blinddarm oder Ähnliches. Ein vorgetäuschter Krankenhausaufenthalt statt des Flugs in die Türkei. Das ist für viele die letzte Hoffnung. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.

- Juri -


Die Menschen lügen alle

Wie lebt es sich besser, mit der Wahrheit oder mit der Lüge? "Lügen haben kurze Beine" oder "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht", lauten Sprichwörter. Aber schon in einem Psalm der Bibel heißt es: "Die Menschen lügen alle." Und Wilhelm Busch dichtete: "Der Beste muss mitunter lügen. Zuweilen tut er's mit Vergnügen." Ein Leben ohne Lügen ist nicht möglich, ja manchmal sind diese auch sinnvoll. Die moralische Folgerung: Lügen sind nur dann verwerflich, wenn mit ihnen einem Menschen bewusst geschadet wird. Lügen sind für die Psychohygiene notwendig und ein wichtiger Aspekt der sozialen Intelligenz. Seit jeher akzeptiert ist Lügen aus Höflichkeit und bei Komplimenten. Einer Person zu sagen, dass sie schick angezogen ist, obwohl man ihre Kleidung geschmacklos findet, ist manchmal für beide Seiten besser als das ehrliche Urteil. Partner machen sich gegenseitig nicht nur in der Anfangs-, sondern auch in der Bestandsphase ihrer Beziehungen häufig etwas vor - von der angeblichen Gemeinsamkeit eines Lieblingsessens bis hin zu Halbwahrheiten und Täuschungen im intimen Bereich. Wie lügt man besonders erfolgreich? Es besteht eine Beziehung zwischen erfolgreichem Lügen und der Ausgeprägtheit des Ich-Bewusstseins. Menschen mit mangelndem Ich-Bewusstsein können schlecht lügen und sind leichter durch Lügen zu täuschen. Kinder entwickeln die Fähigkeit zu lügen kurz nach dem Ich-Bewusstsein, also etwa im Alter von zwei bis drei Jahren. Mit vier Jahren fangen sie an, Lügen ganz gezielt einzusetzen - etwa um sich Ärger zu ersparen. Eine gesonderte Bedeutung hat Lügen vor Gericht - dort gilt es sogar als strafbar. Für die Aufdeckung von Falschaussagen könnten sich neue Methoden auf Grund von Ergebnissen der Gehirnforschung als nützlich erweisen. Zwar hat der Bundesgerichtshof 1998 in einem Urteil die so genannte polygraphische Untersuchungsmethode als Beweismittel bei Gericht nicht zugelassen, doch könnte eine neue Generation von High-Tech-Lügendetektoren dies verändern. Während bisher meist galt, dass sich mit naturwissenschaftlichen Methoden im Gehirn immer nur die Träger von Gedanken untersuchen lassen, nicht aber die Inhalte, hat sich neuerdings die Einschätzung gewandelt, was ein geistiger Inhalt ist. Denn die Inhalte spiegeln sich in der Struktur und Dynamik der Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen wieder. Für Justiz und Polizei könnte das bedeuten, dass sich bei Verhören eventuelle Diskrepanzen zwischen den Aussagen und dem subjektiven Wissen des Menschen mit so genannten Bild gebenden Verfahren im Gehirn feststellen lassen. Wann die Forscher das neuronale Signal für das Wissen um die eigene Lüge eng genug eingrenzen können, ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit. Ein Beispiel für mögliche Auswirkungen. Bei einem Rededuell zwischen Spitzenpolitikern im Fernsehen könnte es eine für alle Zuschauer sichtbare Lampe geben, die immer dann aufleuchtet, wenn in einem der streitenden Gehirne die Nervenstrukturen für vorsätzliche Lügen aktiv werden. Der Begriff politische Öffentlichkeit bekäme plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

- Juri -


Wo sind all die Handys hin

Wo sind sie geblieben? Im Klo, wie eine britische Studie zu wissen meint. Die Untersuchung kommt für Großbritannien zu folgenden Zahlen: Jährlich werden 855.000 Handys in die Toilette geworfen, 315.000 gehen im Taxi verloren, 225.000 im Bus, 58.500 werden vom Hund verschleppt und 116.000 landen in der Wäsche. Zum Vergleich: Großbritannien hat rund 60 Millionen Einwohner, also dürften die Zahlen bei uns noch ein Stück höher liegen. Was erklären würde, warum es den Handy-Herstellern immer noch so gut geht.

- Juri -


Frieden unerwünscht - Blutige Gefechte im Nahen Osten

Im Bürgerkrieg zwischen rivalisierenden Palästinensergruppen hat die radikal-islamische Hamas weite Teile des Gazastreifens unter ihre Kontrolle gebracht. Bei den blutigen Kämpfen mit der Fatah starben erneut mindestens elf Menschen. Ingesamt kamen seit Ausbruch des Bruderkriegs viele Menschen ums Leben. Nicht nur bei Juri entsteht der Eindruck, dass Frieden nicht das Ziel dieser Radikalen ist. Die Welt wird wieder eine internationle Friedenstruppe senden und Millionen von Steuergeldern in den Gaza pumpen. Erfolge werden sich nicht eistellen weil der Hass zu gross ist und Hamas und Fatah am wirklichen realen Frieden nicht interessiert sind. Man müsste sich ja sonst mit so banalen Dingen wie Arbeitslosigkeit beschäftigen. Also rekrutiert man lieber Selbstmordattentäter und suggeriert den mit Gehirnwäsche gedopten jungen Palästinensern den Traum der 70 Jungfrauen im Paradies. Oder ist das Gefühl von Machterhalt und Gier dieser Terroristen von Bedeutung? Da ist für Juri noch eine Frage offen. Wieso sind in den meisten Krisen- und Kriegsgebieten unserer wundervollen Erde immer Moslems beteiligt und zwar mit einer brutalen unmenschlechen Bombengewalt die kaum in einem zivilisierten Kulturkreis nachvollziehbar ist. Ausserdem vermisst Juri die Toleranz, Ungläubige zu akzeptieren. Aber die ist auch im Wörterbuch von Islamisten nicht zu finden. Da wäre es doch hilfreich im Koran nachzuschlagen. Denn in der 109. Sura von den Ungläubigen steht geschrieben: Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen Vers 6: Euch euere Religion und mir meine Religion. Das wäre doch schon mal ein Anfang von Toleranz und Frieden. Habe ich da etwas durcheinander gebracht? Hamas und Fatah, sind das nicht alle Muslime. Also Glaubensbruderkrieg. Auch bei grösster Anstrengung und akribischer Recherche habe ich keine Stelle im Koran gefunden die diesen Terrorismus untermauert oder rechtfertigt.

- Juri -


Schwarzenegger will weiter hinrichten lassen

Kurzzeitig war die Todesstrafe in Kalifornien ausgesetzt - jetzt hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger neue Pläne für eine Fortsetzung vorgestellt. Er werde alles unternehmen, um den Einsatz der Giftspritze mit der Verfassung in Einklang zu bringen, damit die Todesstrafe in Kalifornien beibehalten werden könne, teilte der Republikaner mit. Auf über 100 Seiten schlägt der Gouverneur Verbesserungen vor, darunter den Bau einer neuen Todeskammer und spezielle Trainingskurse für das Hinrichtungsteam, berichtete die "San Jose Mercury News". Nach schweren Pannen bei einigen der letzten Hinrichtungen hatte ein Richter im vergangenen Jahr die angewendeten Methoden als nicht verfassungskonform erklärt. Schwarzenegger reagierte damit auf eine Entscheidung von Bundesrichter Jeremy Fogel, der im Dezember 2006 in San Jose Hinrichtungen mit der Giftspritze ausgesetzt hatte. Der Richter führte zur Begründung an, die Todesspritze stehe im Widerspruch zur Verfassung, die grausame und außergewöhnliche Bestrafungen verbiete. Fogel listete Mängel im gesamten Prozess von schlecht ausgebildetem Personal bis hin zum falschen Mix der verabreichten tödlichen Substanzen auf. In Kalifornien sitzen rund 650 Häftlinge in Todeszellen, mehr als in jedem anderen US-Bundesstaat. Die Hinrichtung mit der Giftspritze erfolgte bislang in 37 Bundesstaaten.

- Juri -



Rambo" bekennt sich schuldig

Sylvester Stallone hat zugegeben, illegal Hormonpräparate nach Australien gebracht zu haben. Dafür gibt es normalerweise bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldbuße. Der Schauspieler hat die illegale Einfuhr verbotener Wachstumshormone nach Australien zugegeben. Vor einem Gericht in Sydney trugen die Anwälte des Stars der "Rocky"- und "Rambo"-Serien ein Schuldgeständnis vor, so wurde das Juri mitgeteilt. Rambo selbst blieb dem Verhandlungstermin aber fern. Nach eigener Aussage hat er, wie von der Anklage geltend gemacht, 48 Ampullen des Muskelaufbaupräparats Jintropin importiert. Beobachter rechneten nach dem Schuldeingeständnis mit einem milden Urteil. Der Anklageschrift zufolge fand der australische Zoll am Flughafen von Sydney bei dem 60-Jährigen die illegale Hormonsubstanz, die nicht deklariert wurde. Darauf steht eine Höchststrafe von 110.000 australischen Dollar sowie fünf Jahre Gefängnis. Da gegen Stallone jedoch nur vor einem Ortsgericht verhandelt wurde, ist höchstens mit einer Geldstrafe von 22.000 australischen Dollar zu rechnen. Was für ein Glück. Sylvester Stallone wurde es insbesondere angekreidet, dass er die Frage der Zollbeamten nach etwaigen Drogen in seinem Gepäck eindeutig mit Nein beantwortet haben soll. Was soll er denn sonst ankreuzen? Ferner soll er drei Tage später vier Ampullen Testosteron aus dem Fenster geworfen haben, als Beamte sein Hotelzimmer in Sydney durchsuchen wollten. Jetzt fragt sich Juri was Rambo mit den Substanzen vor hatte. Er wollte doch nicht etwa dealen?

- Juri -


Thailändische Regierung sorgt für Unsicherheit

Die thailändische Regierung hat in ihrem Bemühen, die Aufwertung der Landeswährung Baht zu bremsen für viel Unsicherheit bei allen Investoren gesorgt. Die eingeführten Kapitalverkehrskontrollen bewirken nichts und Wechselkurse werden am besten vom Markt festgelegt. Außerdem ließen die für Investments aus dem Ausland auferlegten Beschränkungen Anleger genau überlegen, bevor sie in Thailand investieren. Die jüngsten Ankündigungen von TOT (Telephone Organization of Thailand), das Vermögen der privaten Telefongesellschaften zu übernehmen, stelle darüber hinaus in Frage, was irgendein mit der Regierung geschlossener Vertrag noch wert ist. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass wie versprochen Ende 2007 eine Parlamentswahl stattfindet. Wenn dies gelinge und alles ohne Zwischenfälle abläuft, dürfte das Vertrauen nach Thailand zurückkehren und die mittelfristigen sowie langfristigen Aussichten würden dann wohl besser sein und das Vertrauen wächst wieder. Wegen der aktuellen Verunsicherung ist Thailand zu einem der günstigsten Aktienmärkte der Welt geworden. Allerdings müssen Anleger dies gegen die Risiken abwägen. Dabei würde sich ein weiter zulegender Baht generell negativ auf Exportwerte auswirken. Andererseits würde ein starke Landeswährung Unternehmen begünstigen, die Investitionsgüter importieren und in US-Dollar bezahlen müssen, oder die sich im Ausland verschuldet haben. Wir werden sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

- Juri -


Thai-Regierung beabsichtigt einen unabhängigen Fernsehsender abzuschalten

1995 ging iTV als einziger unabhängiger Fernsehsender, gedacht als politisches Korrektiv nach den Erfahrungen mit dem Militärputsch, an den Start und gehört nun Singapur. Brandstiftung in Schulen und dem schon lange schwelenden Konflikt mit muslimischen Separatisten im Süden des Landes soll nun auch iTV, der einzige frei empfangbare Sender ohne direkte politische Einflussnahme Sendelizenzgebühren nachzahlen, oder ihm droht die zeitweise Abschaltung durch die vom Militär eingesetzte Regierung unter Surayud und die Rückgabe aller vom Staat bereitgestellten Sendegeräte an das Büro des Premierministers. Der Sender iTV spielt in der jüngeren Geschichte der Massenmedien in Thailand eine besondere Rolle, in der sich die politische Entwicklung des Landes widerspiegelt. Das liegt nicht zuletzt an den Anfängen des Senders und der Tatsache, dass iTV der erste thailändische Fernsehsender war, der nicht von einer staatlichen Institution gelenkt wurde. Der thailändische Staat betrachtet die Sendefrequenzen für elektronische Massenmedien als Eigentum des Staates. Die beiden größten Spieler im thailändischen Rundfunk sind die thailändische Armee und MCOT, ein ehemaliges Staatsunternehmen, an dem nach seiner Privatisierung das thailändische Finanzministerium momentan immer noch 77 Prozent der Anteile hält. Beide beanspruchen einen Großteil der Sendefrequenzen für sich, die sie dann unterlizensieren. Die Geschichte von iTV geht zurück bis zu der als Schwaryer Mai bekannten blutigen Niederschlagung einer Massendemonstration im Jahr 1992 gegen den damaligen Armeechef Suchinda Kraprayoon, der sich ein Jahr zuvor an die Macht geputscht hatte. In den staatlichen Fernsehsendern wurde über diese Demonstrationen nicht berichtet. Aus dieser Erfahrung wuchs die Idee, einen Fernsehsender zu etablieren, der von staatlichen Einflüssen frei ist und mit professionellem Blick nur dem Informationsinteresse des Volkes dienen soll. An den Start ging iTV dann am 9. Mai 1995. Nachrichten sollten 70 Prozent der Sendezeit ausmachen, der Rest sollte aus Unterhaltungsprogrammen bestehen. Regelungen über die Besitzverhältnisse sahen vor, dass kein Aktionär mehr als 10 Prozent der Aktien halten könne. Zu den Gründungsaktionären gehörten die Siam Commercial Bank, das Crown Propertz Bureau und die Nation Multimedia Group, die unter anderem eine der beiden englischsprachigen Tageszeitung des Landes, The Natoin, veröffentlicht. Die Sendefrequenz wurde dem Sender von The Permanent Secretary's Office of the PM's Office im Rahmen einer 30-jährigen Konzession für eine Milliarde Bath, das sind ca. 21 Millionen Euro lizensiert. Anfänglich ging dieses Konzept auf und iTV machte sich schnell einen Namen durch seine vielseitigen und unabhängigen Beiträgen. Während der Asienkrise im Jahr 1997 geriet jedoch auch iTV finanziell ins Straucheln und fuhr hohe Verluste ein. Um einen Zusammenbruch des Senders zu verhindern, wurde unter der damaligen Regierung von Chuan Leekpai die 10-Prozent-Regelung aufgehoben, um die Station für Anleger interessanter zu machen. Eingekauft für 60 Millionen US-Dollar hatte sich daraufhin die Shin Corp, das Medienimperium von Thaksin Shinawatra, der damals noch nicht Premierminister war. Damit begann, was die thailändischen Journalisten heute den Niedergang von iTV bezeichnen. Vor allem nach Thaksins Wahl zum Premierminister im Jahr 2001 wurden regierungskritische Journalisten des Senders kaltgestellt und viele von ihnen wurden entlassen. Nach Jahre langen Auseinandersetzungen vor Gericht musste der Sender den gekündigten Mitarbeitern die seither entgangenen Löhne nachzahlen. 2004 wurde der Anteil in einem Gerichtsentscheid festgelegt, dass der jeweilige Anteil von Nachrichten und Unterhaltung jeweils 50 % betragen muss. Außerdem wurden die jährlichen Konzessionsgebühren auf 230 Millionen Bath ca. 4,8 Millionen Euro reduziert. Im Jahr 2006 war aus dem unabhängigen Nachrichtenlieferanten der Big Brother Sender geworden, und der Premierminister hatte direkt oder indirekt Einfluss auf das Fernsehprogramm auf allen Kanälen und wurde deshalb auch als asiatischer Berlusconi bezeichnet. Als Thaksin und seine engsten Familienmitglieder im Januar 2006 ihre Shin Corp-Anteile an Temasek Holding verkauften, waren in diesem Deal die Anteile an iTV enthalten. Besondere Sorgen verursachte vielen Thais dabei die Tatsache, dass Temasek vollständig ein Tochterunternehmen des Singapurer Finanzministeriums ist. Viele befürchten nun, dass die Regierung von Singapur über Temasek indirekten Einfluss auf die thailändische Medienlandschaft oder die Politik des Landes bekomme. So wurde zu einem allgemeinen Boykott von Produkten aus Singapur und zu Protesten vor der Botschaft Singapurs aufgerufen. Nach einem privaten Besuch Thaksins bei einigen Singapurer Regierungsmitgliedern verschlechterten sich zeitweise auch die diplomatischen Beziehungen zwischen Thailand und dem Stadtstaat SingapurMit der Verschärfung des Foreign Business Act im Januar 2007 soll künftig die Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass ausländische Investoren mittels Strohmänner die Beschränkung auf 49 Prozent der Teilhaber an thailändischen Firmen zu umgehenzu können. Mittlerweile könnte sich Temaseks Einstieg in den thailändischen Markt als teurer Flop für Singapur erweisen. Speziell für iTV wurde die Luft nach dem Militärputsch am 19. September 2006 immer dünner. Besonders von den Zeitungen als Thaksin-Sender gebrandmarkt und nunmehr im Besitz von Singapur, wurden die begünstigte Behandlung des Senders unter der Thaksin-Regierung unter die Lupe genommen. Vor allem der stetig steigende Anteil von Unterhaltungsprogrammen unter der Thaksin-Regierung, der das erlaubte Limit von 30 Prozent beziehungsweise ab 2004 von 50 Prozent überschritten hatte. Im Dezember 2006 revidierte das Oberste Verwaltungsgericht die Entscheidung aus dem Jahr 2004 und legte die Gebühren für die Konzession wieder auf den ursprünglichen Betrag hoch. ITV muss die Beiträge seit dem nachzahlen. Für den Sender würde dies den Bankrott bedeuten. Die vom Militär eingesetzte Regierung von Premierminister Surayud hatte daraufhin geplant, iTV die Sendelizenz zu entziehen, wenn die Strafgebühren von über 100 Millionen Bath bis zum 6. März 2007 nicht beglichen wären. Da der Sender dies finanziell nicht leisten kann, stand die Regierung vor dem Problem, wie mit dem Sender umzugehen sei, wenn er nicht zahlt. Ziemlich überraschend dann wurde am vergangenen Wochenende eine Lösung gezaubert, den Sender für kurze Zeit abzuschalten. ITV in staatliche Obhut zu nehmen und als T-iTV (Thailand Independent Television) in eigener Regie wieder auf den Markt zu bringen. Diese Entscheidung wurde von Angestellten des Senders mit Tränen aufgenommen, da für viele die berufliche Zukunft äußerst ungewiss ist. ITV ließ den gesetzten Termin verstreichen und sendete weiter. Dann gab es eine erneute Wende für die sichtbar mitgenommenen iTV-Mitarbeiter. Surayud teilte überraschend mit, dass der Sender den Betrieb aufrecht erhalten könne. Der Staatsrat war zur Entscheidung gekommen, dass die Übernahme des Senders durch die Regierung rechtens sei, und dass der Bestand des Senders auf das Public Relations Department übertragen wird. Das PRD, eine Unterabteilung des Büros des Premierministers, betreibt den Fernsehsender Channel 11. Der wird in Zukunft den technischen Sendebetrieb übernehmen. Die Inhalte sollen weiter von iTV bzw. T-ITV erstellt werden. Der Sendebetrieb ist kurzfristig gesichert, aber wie es mit dem Sender mittel- und langfristig weitergehen wird, ist noch völlig unklar. Sollte iTV unter der Leitung von PRD bleiben, dann wäre das für die Medienentwicklung von Thailand ein Rückschlag. Denn in diesem Fall würde dann ganz klar offensichtlich, was sich unter der Thaksin-Regierung durch die geschäftlichen Verstrickungen schon gezeigt hatte, dass das Experiment mit einem von politischen Einflüssen unabhängigen Fernsehsender gescheitert wäre. Wir werden sehen.

- Juri -


Das Unheil und die Gosse lauert

Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen, der Drogenkonsum in Thailand steigt trotz Krieges und Razzien. Die Politik verfehlt ihr Ziel. Wie könnte es auch sonst sein. Hat sie doch das falsche Ziel vor Augen? Es gibt kein Halten mehr für das französische Paar und den Amerikaner, als sie das Feld erblicken. Sie rennen direkt hinein in ihr Paradies. Umgeben von idyllischen, tropisch bewachsenen Bergen, stürmt das Trio das Marihuana-Feld auf einer scheinbar unbewachten Insel irgendwo im Süden auf einer Insel in Thailand. Doch das Paradies verwandelt sich innerhalb von wenigen Sekunden in eine Hölle für die drei. Vor allem Richard, der Amerikaner, erkennt schnell, dass es kein Paradies auf Erden mehr gibt. Was Alex Garland in seinem Erfolgsroman "The Beach" so meisterhaft schildert, die naive, erfolglose Suche vieler Reisender nach unberührter Erde und nach einem Drogenparadies war nie realitätsfremd. Jahrzehntelang versprachen sich zunächst einige Hundert, schließlich Millionen von jungen Weltreisenden dies von Thailand. Das Land stand seit den 1970ern für unbekümmerte Lebenslust fern des westlich-weltichen Alltags, mitsamt risikolosem Kiffen und Opiumrauchen. Viele Jahre ging das gut, obwohl die Regierung Thailands Opium bereits 1959 verbannt hatte. Seitdem kämpft Thailand mit den Betäubungsmitteln. Leider nie erfolgreich. Die letzte Anti-Drogen-Kampagne im Jahr 2003 vom damaligen Regierungspräsidenten Thaksin Shinawatra ins Leben gerufen, artete in einen Krieg aus, bei dem mehr als 1200 Menschen umgebracht wurden. Kritisiert wurde diese Kampagne vor allem, weil sie sich gegen die Kleinen richtete, die Drogenhändler an den Ecken, nicht die Hintermänner. Daher überrascht es auch nicht, dass seitdem der Drogenhandel wieder aufgeblüht ist. Thailand ist gleich doppelt betroffen. Einmal gibt es da die für das Land "neuen" Drogen. Kokain aus Südamerika, Ecstasy aus Europa und synthetische Drogen aus südostasiatischen Drogenküchen. Diese kommen besonders bei den höheren Schichten der Gesellschaft gut an. Bei einer guten Party in den Klubs für Wohlhabende darf Koks nie fehlen. Auf die Schilder, auf denen vor Drogengebrauch in den Toiletten gewarnt wird, reagiert man mit einem Grinsen. Auch Opium, vor allem in Burma angebaut, befindet sich auf dem Vormarsch. Die Schmuggler haben sich dabei technisch weiterentwickelt, die Polizei kaum. Nicht ein Opiumsack überquert die Grenze nach Thailand auf den Rücken von Maultieren. Sie haben sich mit den internationalen Schmuglerringen kurzgeschlossen. Mit Handys und Online-Banking wird das Geschäft globalisiert. Die Volksstämme entlang der Grenze, noch immer verfangen in der traditionellen Lebensweise, können nicht viel mehr tun als ahnungslos zuzuschauen. Thailand selbst ist nicht gerade untätig. In den letzten Jahren wurden seit zwei Jahrzehnten brachliegende Felder wieder belebt. Drogenklans unterstützen dabei die Bauern, um das Rohmaterial für Heroin anzubauen. Immer mehr junge Thais stellen sich als Drogenkuriere zu Verfügung, auf der Jagd nach schnellem Geld. Schuld daran hat auch die Drogenpolitik Thailands. Von längeren Freiheitsstrafen bis zu den legendären Razzien im Nachtleben Bangkoks und Pattayas bekämpft die Regierung die Drogennutzer und die kleinen Händler. In den Schulen mangelt es an Drogenaufklärung. Fast kein Teenager lernt die Gefahren von Abhängigkeit kennen, es sei denn, die Oma kaut jahrzehntelang auf Betelblättern und hat dadurch ihre Zähne verloren. Auch an der internationalen Front hapert es. Thailand bekennt sich nicht gern schuldig. Immer wieder werden die Nachbarländer beschuldigt. Aus Burma käme das Heroin, aus Kambodscha die Pillen. Währenddessen lassen es sich die jungen Thais gut gehen auf Partys, trotz hoher Preise und schlechter Qualität. Die hohen Strafen und der Gefahr des Abrutschens in die Beschaffungskriminalität wird einfach hingenommen. Das Unheil und die Gosse lauert, dank des Versagens der Politik und mangels Eigenverantwortung.

- Juri -


Epoche eines Lebenskünstlers

“Es ist still um dich geworden,“ sagte mir vor wenigen Tagen ein guter Freund. In der Tat habe ich mich zurückgezogen und werde mich noch weiter zurückziehen. Natürlich habe ich meine Gründe dafür. Nein verärgern will ich dich nicht. Ich will auch in Zukunft dich kennen und etwas mit dir zu tun haben. Das ist gewiss. Warum also schweige ich. Lass mich zunächst einwenig ausholen. Vielleicht beantwortet sich diese Frage wie von selbst, wenn ich ein wenig erzähle. Die meisten wissen, dass ich in der Vergangenheit viel erlebt habe und auch sehr viel einstecken musste. Es war ein einziger Abschied von Illusionen. Natürlich habe ich auch sehr viel schönes erlebt. Wertvolle Gespräche mit Freunden die übrig geblieben sind, die Entdeckung, dass ich eine neue zweite Heimat gefunden habe. Da war auch noch ein wunderschöner Urlaub in Australien der mein Leben bereicherte. Und dennoch scheint mir die Vergangenheit wie die Talsohle eines tiefen Tales das ich durchwandern musste. Auch wenn das schlimmste hinter mir zu liegen scheint brauche ich weiterhin Zeit zum Verdauen. Da köchelt noch die Enttäuschung und der Hass auf Mary in mir die mich hintergangen und betrogen hat und der mysteriöse Mord an Doug and Kate der wohl nie aufgeklärt werden wird. Die Entdeckung der Einsamkeit ist die absolute innere Freiheit für mich und ein ganz besonderer Schatz geworden. Aber es ist verdammt schwierig, dazu Worte zu finden. Ich bin viel zu sehr in diesen Vorgang von entdecken, wahrnehmen und Leben involviert, als dass ich Auskunft darüber geben könnte und möchte. Vielleicht kannst du mich verstehen. Es dürfte aber sicherlich nicht einfach sein. Neben diesen innerlichen Dimensionen gibt es auch noch in meinem äusserlichen Leben einiges an Stoff den ich zu bewältigen habe. Jetzt siehst du, dass ich trotz meiner Zurückhaltung nicht untätig bin. Ihr alle werdet wohl recht haben wenn ihr meint: “Der schafft das schon. “Mir ist manchmal wirklich mulmig, dass ich psychisch und physisch alles durchstehe. Aber klar, irgendwie wird es schon werden. Mein Ziel ist es wieder ein Leben in Glück und Harmonie zu führen und dass die Gerechtigkeit zumindest im spirituellen Sinn siegt, damit ich wieder glauben kann an diese wunderbare Welt. Verstehst du jetzt warum ich so still geworden bin? Frei nach Prediger: „Es gibt eine Zeit zum Festen und es gibt eine Zeit still zu sein. Jedenfalls ist es jetzt spürbar ruhiger geworden. Wen verwundert`s noch.

© Juri


 
Juri redet Tacheles

Mr. Denmark ist schon ein seltsames Wesen. Er hat zwar das Recht in Thailand ein Apartment auf seinen Namen zu erwerben und die Pflicht dafür Steuern zu bezahlen. Sobald er aber seine Apartmenttür öffnet gibt er sämtliche Rechte ab. Denn schon draussen auf dem Flur hat Juri gehört sind die Gesetze der Thai- Chinesischen Mafia in Kraft. Da ärgert und regt sich Mr. Denmark sichtlich über Unstimmigkeiten und Ungerechtigkeiten auf. Er wird auch um seine Baht betrogen, ganz legal. Aber er akzeptiert und passt sich an. Er wird auch bei einigen Dienstleistungen zusätzlich abkassiert. Sein Grundrecht auf Wasser lässt er sich was kosten und zahlt gerne einen Extrabonus an die Wasserfirma die mit Tankwagen zusätzliches Wasser liefert und die natürlich auch zur grossen Familie gehört. Es gibt da noch einige Beispiele auf die Juri nicht mehr eigehen will. Da gibt es auch noch die Taxifahrer die in die grosse Familie eingebettet sind. Mr. Denmark vermittelt alle seine Freunde und Bekannten zur grossen Familie und freut sich noch Provision an diese superreichen abzudrücken. Man streitet Zuwendungen zwar ab, aber das ist nicht so schlimm, es bleibt ja in der grossen Familie und umsonst kann ja bekanntlich niemand arbeiten. Ach ja, da ist noch eine junge Thai Namens Nan die die Strasse der Verlierer als Angestellte einer Thaifirma verlassen hat. Sie ergreift mit Mut und Risiko die Chance und gründet ihre eigene Firma um endlich nach 10 Jahren angemessen für eine Tätigkeit entlohnt zu werden. Aber was hat Mr. Denmark damit zu tun? Er könnte sie unterstützen, da er sie zu seinen Freunden zählt und die Leistungen ihrer jungen dynamischen Firma in Anspruch nehmen könnte. Oder wäre Werbung für Nan bei seinen Freunden und Bekannten zuviel verlangt? Das Risiko für Mr. Denmark ist da nicht sehr gross. Aber nein, da trägt er die Sorge, dass Nan angemessen für eine Dienstleistung bezahlt wird oder mangelt es vielleicht am guten Service? Um seine eigenen irdischen Gueter zu vermehren verkauft er der Nan zur Sicherheit gleich mal einen gebrauchten Staubsauger obwohl er immer wieder erwähnt eine soziale Verantwortung für Nan zu haben und er das nicht wegen der Bahtscheine macht. Mr. Denmark wurde so stark von seiner sozialen Verpflichtung ueberwältigt, dass er bedingt durch eine familiäre Notsituation von Nan ihr ein Apartment zum super Preis von 12.000 Baht monatlich, plus Wasser- und Stromkosten vermietete Sein Erfindungsreichtum fand kein Ende. Ja, die monatliche Zähler- und Grundgebühren für Strom und Telefon wurden natürlich auch in Rechnung gestellt. Seine Argumentation, Nan arbeitet ja sehr viel, was will sie mit den vielen Bahtscheinchen. Und mal ehrlich gesagt, sind 29.800 Baht fuer 36 Nächte um sein Haupt niederzulegen zuviel für eine erfolgreiche Unternehmerin? Leider gibt er ihr nicht Möglichkeit sich zu beweisen und zu bewähren. Buddha sei Dank, da gibt es noch das Internet in dem ihre Firma auch präsentiert wird. Es ist unglaublich, da gibt es doch weltweit wildfremde Menschen die Nan vertrauen und ihr auch einige Baht gönnen.

 © Juri Claudius

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